Januar 2020 ‚Äď Aufruf zum Einmischen

Auch im vergangenen Jahr hat sich nichts ge√§ndert. An die Fehler in den politischen Rahmenbedingungen unseres Gesundheitswesens traut sich niemand ran. Die breite √Ąrzteschaft passte sich weiter an. Lassen sich nach Vorgabe der KV teure Softwareprogramme installieren, mit denen der Patient komplett gl√§sern wird. Schweigen zu der Drohung, wer das neue Programm nicht installiert wird mit Abzug bei den Abrechnungen bestraft. In internen Kreisen werden die Probleme angesprochen. Kaum kommt ein Vorschlag, √ľber Solidarit√§t und breite Thematisierung die Fehler und deren Folgen anzugehen, wird das ‚ÄěDrei Affen Syndrom‚Äú aktiviert! Nichts sehen, nichts h√∂ren, nichts sagen wird weiter praktiziert. Jeder geht zur√ľck in seine Praxis und bet√§tigt weiter sein Hamsterrad.

Dasselbe spielt sich beim schweigenden Riesen gesetzlich versicherter Kassenpatient ab. Angepasst, als sei es eine Ehre sich den Machtkartellen der Krankenkassen zu unterwerfen, schweigt die Masse der Kassenpatienten ‚Äď immerhin fast 90% unserer Bev√∂lkerung ‚Äď und mischt sich nicht ein.

Allein der Fakt, dass es 1970 noch 1815 Krankenkassen waren, sich 1990 die Anzahl auf 1147 reduzierte und im Jahr 2000 es noch 420 waren und Stand Januar 2019 es nur noch 109 Kassen sind, zeigt die Diskrepanz anhand der Verwaltungskosten. Denn im Gegensatz zu den Zahlen der Krankenkassen haben sich die Zahlen f√ľr die Ausgaben der Verwaltung so gut wie nicht ver√§ndert.

Und was machen wir gesetzlich Versicherte? Es interessiert uns nicht was tasächlich mit unseren Beitragsgeldern passiert.

Beispiel: Der Sprecher des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erkl√§rte im Februar 2018: ‚ÄěDer Krankenversicherungsschutz der 90 Prozent gesetzlich versicherten Bev√∂lkerung steht auf einer soliden finanziellen Basis.”

Stimmt, denn die gesetzlichen Krankenkassen erwirtschafteten in einem Jahr ein Plus von 3,1 Milliarden Euro. Den √úberschuss wollten sie nutzen, um f√ľr schlechtere Zeiten vorzusorgen, hie√ü es. Ich frage mich wer hat eigentlich registriert, als die Damen und Herren Geldverwalter bei den gesetzlichen Krankenkassen ‚Äď flugs aus ihrem Zauberhut im Dezember 2019 pl√∂tzlich Minuszahlen ver√∂ffentlichten?

Doris Pfeiffer, Vorstandschefin des Verbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gab kurz bekannt: “Das Defizit f√ľr 2019 wird √ľber eine Milliarde Euro betragen.‚Äú Mit dieser Information wurde uns Beitragszahlern vonseiten h√∂chst dotierten Kassen -Managern, ein besonderes Weihnachtsgeschenk 2019 √ľberbracht: Die Ank√ľndigung, dass h√∂here Beitr√§ge kommen.

Als Grund werden steigende Ausgaben genannt!!?? Innerhalb eines Jahres wurden 3,1 Milliarden versenkt?? Die Suche nach detaillierten Angaben ging ins Leere. Es bleibt 2020 die Frage an uns alle: W√§re es nicht endlich Zeit sich intensiver im “B√ľrgerschulterschluss” zu engagieren, um sich dann gezielt regional und √ľberregional einzumischen?

Renate Hartwig

 
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Ank√ľndigungspolitik “man m√ľsste” man sollte”

Auszug aus meinem Buch “Krank in Deutschland” erschienen 2010 – es hat sich nichts ge√§ndert.

“Der Pfleger einer Klinik formuliert den t√§glichen Druck auf Stadion so: ‚ÄěAls Mitarbeiter in einem Krankenhaus muss ich sagen, die Situation wird immer und immer schlimmer. Von der Pflegedienstleitung haben wie vor einem Jahr l√§sst uns vor Existenzangst verstummen. Im Nachtdienst bin ich f√ľr 35 oft schwerstkranke Patienten und Patientinnen zust√§ndig. Ich kann die Arbeit nicht schaffen und schon gar nicht kann ich diesen Patienten gerecht werden. Alles, was der Tagdienst nicht schafft, muss der Nachtdienst erledigen. In einem Personalmeeting wurde und vonseiten der Verwaltung gesagt: ‚Äěwir die Anweisung bekommen, uns unsere personelle Situation nicht anmerken zu lassen. Wenn wir eine √úberlastungsanzeige wegen √úberarbeitung machen wollen, werden wir von unserer Leitung abgehalten. Die Drohungen aus der Verwaltung erledigen den Rest und wir schweigen. Die Reduzierung der Stellen auf ca. ein Drittel Wem er nicht passt, der kann ja gehen, es gibt genug Arbeitslose, die auf Einstellung warten!‚Äú

 
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Warnungen eingetroffen

Zwischen 2008 und 2010 habe ich in vier B√ľchern und unz√§higen Vortr√§gen gewarnt vor den Folgen der um sich greifenden Gewinnmaximierung im Gesundheitssystem. Habe die sogenannte Selbstverwaltung angeprangert, hinter der sich alle verstecken. Habe √ľber die Geldfl√ľ√üe unserer Beitr√§ge berichtet die gezielt in die Taschen der Investoren wandern. Habe Ro√ü und Reiter genannt! Nun zeigt diese super Doku 2019 ich war meiner Zeit voraus. Alle die mir damals sagten, ich h√§tte √ľbetrieben, es wird nie soweit kommen, dass der Patient und die ihn pflegen auf der Strecke bleiben, die k√∂nnen hier sehen: Es ist so gekommen, meine Warnungen wurden Realit√§t!!!! Unhaltbare Zust√§nde und Abmachungen hinter verschlossenen T√ľren, sind bis heute akzeptiert. Selbst die Verschwiegenheitsverpflichtungen sind laut Jens Spahn Sache der Selbstverwaltung – die es √ľbrigens in der Altenpflege so gar nicht gibt! Nur wei√ü das der Herr Gesundheitsminister scheinbar nicht! Darauf angesprochen wurde das Thema ganz schnell in die Selbstverwaltung der gesetzlichen Krankenkassen geschoben. Siehe Doku Ende!!!!! Wann beginnen wir uns eigentlich f√ľr unsere Feigheit zu sch√§men?? Wir alle, die das wissen und davon erfahren – aber nichts unternehmen – es seit Jahrzehnten ZULASSEN – werden sp√§testens in der Situation: Wenn sie wund gelegen sind, kaltes ekelhaftes Essen bekommen, abgeschoben und in einer Ecke vergessen werden, unmenschlich am Leben erhalten werden, damit weiter Geld flie√üt. Wenn wegen Personaleinsparungen die Notklingel zu hoch geh√§ngt wird, um sie nicht erreichen zu k√∂nnen, hoffe dann werden wir uns an unsere eigene Feigheit erinnern und denken: W√§ren wir doch gemeinsam mit denen, die uns pflegen aufgestanden gegen diese Abzocke, gegen den Verkauf von Patient und altem Mensch, aufgestanden gegen Unmenschlichkeit!!

Renate Hartwig
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-der-pflegestillstand-102.html

 
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Neues Jahr 2019 ‚Äď was machen wir mit den alten Systemfehlern?

Auch 2019 werden wir den Krankenkassen und deren Helfern in der Politik, nur durch ein solidarisches Miteinander die Stirn bieten k√∂nnen. 12 Jahre Recherche in meinem Beruf als Autorin und Publizistin, begleitet vom Versuch der Kl√§rung und einem notwendigen Schulterschluss haben mich gepr√§gt! Nach wie vor gilt der Spruch: Wer neue Ziele erreichen will, muss alte Ufer verlassen! Und genau deshalb habe ich bereits vor Jahren die Spur verlassen und z.B. gegen die willk√ľrliche Beitragsbemessung der Kassen gegen√ľber freiwillig Versicherten, Selbst√§ndigen und Freiberuflern, erfolgreich den Klageweg √ľber die Sozialgerichte eingeschlagen.

Durch konsequente Ver√∂ffentlichungen √ľber diese v√∂llig falschen Berechnungsgrundlagen hat sich nun nach Jahren f√ľr alle etwas getan! Soviel zum Thema: Geht nicht!!!

Denn es ist geschafft: Ab 1.Januar 2018 gelten bereits neue gesetzliche Vorschriften f√ľr die Beitragsfestsetzung f√ľr selbst√§ndige T√§tigkeiten. F√ľr die Beitragsberechnung M√úSSEN die gesetzlichen Krankenkassen nun den Einkommensbescheid zugrunde legen. Und nicht wie √ľber Jahrzehnte, nicht nachvollziehbare Eink√ľnfte, aus denen der Beitrag berechnet wurde! Ab 2018 gilt auch die R√ľckerstattung bei zuviel bezahlten Beitr√§gen. F√ľr mich unbegreiflich, dass dies bis heute in den Medien nicht durchgedrungen ist. Es gibt √ľber die Stolpersteine in unserem Gesundheitsystem viel zu viele Informationsdefizite in der √Ėffentlichkeit. Deshalb kann jeder etwas dazu beitragen, in dem unsere Informationen √ľber Rundmail oder unsere Webseite/Blog in seinem eigenen sozialen Umfeld weiter verbreitet. W√ľrden sich die gesetzlich Versicherten endlich intensiver zusammentun, k√∂nnten wir wesentlich mehr erreichen.

Meine Erkenntnis: Das tats√§chliche Problem ist und bleibt die Macht der K – Kartelle! Krankenkassen ‚Äď KV en ‚Äď die seit Jahren eine Eigennutzoptimierung betreiben, die zu den Katastrophen im Gesundheitswesen f√ľhrt und die Freiheit zerst√∂ren. Willk√ľr und Abh√§ngigkeiten f√∂rdern, bis hin zu N√∂tigung und Existenzvernichtung!

Diese K-Kartelle haben sich durch politische Vers√§umnisse und die ihnen zugestandenen ‚ÄěSelbstverwaltungen‚Äú in einer Eigendynamik zum Staat im Staat entwickelt! Sie geben Regeln heraus die keinen Sinn machen ‚Äď f√§llen Entscheidungen die nicht nachpr√ľfbar sind ‚Äď haben aufgebaute Monster an Verwaltungen ‚Äď leben durch ihren Status K√∂rperschaft des √∂ffentlichen Rechts, die Macht f√ľr ihre eigene Besitzstandwahrung aus. Und das zum Schaden von GKV Zwangsbeitragszahlern ‚Äď immerhin 90 % unserer Bev√∂lkerung und allen KV ‚Äď Zwangsmitgliedern – den niedergelassenen Kassen√§rzten! Wir erleben die Folgen, wenn Freiheit schwindet und Macht zum Selbsterhalt Bl√ľten treibt.

Diese Strukturen der gesetzlichen Krankenkassen, sowie die damit verbundenen Vorg√§nge zeigen wie Kassenpatienten und deren √Ąrzte l√§ngst Marionetten einer Strategie sind, die Politiker in peinlichster Verbindung mit Kassen ‚Äď und Konzerninteressen entlarvt! In unserem Gesundheitswesen wird der Mensch zum Spekulationsobjekt. Es geht nach wie vor um Lug und Betrug, um arglistige T√§uschung, N√∂tigung und den laufenden Versto√ü gegen das BGH Urteil ‚ÄěL√ľgen durch Weglassen‚Äú der Kassen gegen√ľber ihren Mitgliedern, die sie auch noch Kunden nennen!! Solange Kassenpatienten und √Ąrzte mit Kassenzulassung f√§lschlicherweise denken ‚Äěda kann man nichts machen‚Äú und nicht handeln, solange wird sich nichts √§ndern! Sollten wir 2019 nicht versuchen √Ąnderungen anzugehen, einfach zu wagen anstatt zu jammern!? RH

 
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Systemfehler Selbstverwaltung

So jetzt sind wir angekommen im Sommerloch. TV durchgehend Wiederholungen. Plaudertaschen haben Hochsaison, vorne weg unser Gesundheitsminister Spahn. Glaubt echt, es sei eine tolle Idee in Arztpraxen f√ľr Kassenpatienten mehr Sprechstunden einzurichten. Der hat wieder einmal keine Ahnung, aber davon jede Menge! Und wieder dreht sich das Rad neu. Kaum hat er seine schr√§ge Idee in die Kamera gesagt, kommt der Bundesverband der Krankenkassen um die Ecke (wen wundert es?) Jault sofort los, schmei√üt die v√∂llig absurde Zahl 380 000 Jahreseinkommen von √Ąrzten in den √∂ffentlichen Raum, schafft so bewusst totale Verwirrung! Und genau hier m√ľsste unser Klugschw√§tzer Spahn auf den Tisch hauen….die Funktion√§re der √Ąrzte m√ľssten auf die Barrikaden gehen, denn hier handelt es sich ganz klar um bewusste arglistige T√§uschung! Hier geht es um einen weiteren Abbau des Vertrauens, gegen√ľber √Ąrzten! Wem nutzt das? Garantiert nicht einer positiven √Ąnderung im Verh√§ltnis Arzt&Patient!! Diese Zahl ist so unglaublich – dass der Bundesverband der Krankenkassen in Mathe eine glatte 6 bekommt!! Das w√§re genauso wenn einer sagen w√ľrde: Ein MA bei VW verdient 550 000 im Jahr. Man nehme einen Manager und einen Bandarbeiter, z√§hlt es zusammen und teilt durch 2 !!! F√ľr mich bereits kriminell, wie der Bundesverband agiert: Die haben alle √Ąrzteeinkommen in einen Topf geschmissen – und daraus eine – nicht nachvollziehbare – Summe gestrickt! Genau wie seit Jahrzehnten sie astronomisch die Berechnungsgrundlagen f√ľr freiwillig Versicherte berechneten. Dieser Laden Bundesverband der Krankenkassen hat eine immens kriminelle Energie. Wen wundert dann noch Vorkommnisse der Kassen? Ich sage seit √ľber 10 Jahren: Der allergr√∂√üte Systemfehler im Gesundheitswesen ist die Selbstverwaltung! RH

 
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Jahrestag Olympiastadion 2008 – 10 Jahre ist es her und nun?

Dann gehen wir eben ins Olympiastadion, sagte ich zu den √Ąrzten, die mir seit 2007 ihre berufspolitischen Probleme erz√§hlten. Mein Kopf war im Fr√ľhjahr 2008 bereits so voll mit Informationen, dass mir die ganze Geschichte schon zu den Ohren herauskam.

Die Masse der Patienten wei√ü auch 10 Jahre sp√§ter nicht, wie dieses System tickt. Fast niemand wei√ü weder von dem Risiko, dass mein Mann und ich mit dem Mieten des Olympiastadion’s eingegangen sind. Genauso wenig, dass mein Mann seine Krebs OP vier Wochen verschoben hat, um den Termin zu stemmen.F√ľr mich war damals klar: Das ist nur ein Anfang, wir¬† m√ľssen weitermachen! Wenn ich heute darauf angesprochen werde, weil dieser Tag im Internet weiterlebt, ist meine Antwort wie damals: Wir m√ľssen und gegenseitig weiter informieren! So haben wir die Chance, dass wir gemeinsam Einfluss auf die Gesundheitspolitik¬† nehmen k√∂nnen. Aber den meisten Haus√§rzten ging es um etwas anderes. Und sie verrieten die B√ľrgerbewegung. Ich habe das nur nicht so schnell kapiert. Der Schulterschluss zwischen √Ąrzten und Patienten funktionierte in jenem Jahr 2008 zum ersten Mal. Wir haben damit bewiesen, welche Macht von informierten B√ľrgern ausgeht, denn die Politik reagierte schnell. Leider nicht so, wie ich es gehofft hatte. Sie erkaufte sich einfach das¬† Schweigen der √Ąrzte, und die lie√üen sich kaufen. So kam es dazu:

Vierzehn Tage nach dem Protest im Olympiastadion bekam der Vorstand des Bayerischen Haus√§rzteverbands eine Einladung in die Staatskanzlei nach M√ľnchen. Die Freude bei den √Ąrztefunktion√§ren war gro√ü, jetzt kamen sie direkt an den Ministerpr√§sidenten heran und vielleicht sogar eine Ebene h√∂her, denn die CSU regierte mit im Bund. Ich h√∂rte das erste Mal, dass ein Vorstand sagte: ¬ęJetzt haben wir es geschafft! ¬†Was geschafft? Wir standen doch erst am Anfang. Der Vorstand der Haus√§rzte bekam den Termin, bei dem wirklich die Prominenz anwesend war. Ministerpr√§sident G√ľnther Beckstein, Sozialministerin Christa Stewens. Aus Berlin kam der Bundestagsabgeordnete Manfred Z√∂ller und aus der Regierung Horst Seehofer, fr√ľher Gesundheitsminister, 2008 Minister f√ľr Ern√§hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in der Gro√üen Koalition. Die CSU war nicht begeistert √ľber das Olympiastadion gewesen. In wenigen Wochen war 2008 Landtagswahl in Bayern. Zwar herrschten die Christsozialen seit Jahrzehnten unangefochten, aber damals sah es mies aus. Die Partei hatte also genug Probleme am Hals, die f√ľr einen Wahlkampf reichten. Da brauchten sie nicht auch noch informierte Patienten und schon gar nicht eine mutige √Ąrzteschaft, die sich mit Patienten verb√ľndete. Sie versprachen den Haus√§rzten, den Paragrafen 73b (Hausarztvertrag) in ihrem Sinne ins Gesetzbuch aufzunehmen. Das hatte die sofortige Entpolitisierung der √Ąrzteschaft zur Folge! Eine Faxaktion ging nach dieser Sitzung in der Staatskanzlei an die Praxen mit der Ansage: Plakate runter! Die Informationsplakate sollten raus aus den Praxen, kein Hausarzt sollte mehr Stimmung bei den Patienten machen. Das Angebot der Politik lautete ja: Paragraf 73b! Da war es wieder, das angebliche L√∂sungsk√ľrzel aller Probleme. Der Hausarztvertrag, ausgehandelt ohne die verhasste KV. Die CSU sicherte den √Ąrzten tats√§chlich zu, den Paragrafen in ihrem Sinne ins Sozialgesetzbuch zu hieven. Das war wie eine Order, in der bayerischen Haus√§rzteschaft fl√§chendeckend die F√ľ√üe still und die Klappe zu halten. Ich habe damals noch Tomaten auf den Augen gehabt und immer noch versucht, das Gute zu sehen. Mir wurde ja all die Jahre verkauft, dass dieser Hausarztvertrag die n√∂tige Rettung w√§re. Nat√ľrlich hat mich die K√§uflichkeit und R√ľckgratlosigkeit der Masse der √Ąrzte entsetzt, als sie jetzt ihren Papierm√ľll mit unseren Plakaten f√ľllten. So, als sei nun alles gegessen. Alles gekl√§rt. Mein Bauchgef√ľhl warnte mich wie so oft. Deshalb reagierte ich und fing an, regionale B√ľrgertreffs zu gr√ľnden. F√ľr mich war mit diesem bayerischen Vertrag, der den Haus√§rzten ein h√∂heres Honorar brachte, noch gar nichts in trockenen T√ľchern. Schon gar nicht, was diese Ungeheuerlichkeiten im System betraf! Ende 2008 h√∂rte ich von einigen √Ąrzten, dass sie schon Sektflaschen in den Praxen k√ľhl gestellt hatten. Es gibt eine Weisheit beim Angeln: Der Wurm muss nicht dem Angler schmecken, sondern dem Fisch. Nur dann bei√üt er an. RH

https://www.youtube.com/watch?v=AjS9L8OzZZo

 
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TK Werbung f√ľr Alexa

Guten Tag, ich tauche gleich ab in eine mit grauen Wolken behangene Information.

Es betrifft die Internet-Aktion der Techniker Krankenkasse mit Alexa, dem Cloud- basierten Sprachdienst eines Lautsprechers aus dem Hause Amazon! Wer dabei aber an eine Entspannungstrainerin aus Fleisch und Blut denkt, irrt sich gewaltig.

Aus der TK Werbung:¬†”Mit Alexa und der TK besser entspannen Egal ob Meditation, Achtsamkeits√ľbungen oder Muskelentspannung – zusammen mit Alexa helfen wir Ihnen, dem Stress zu entfliehen.”Nat√ľrlich wurden¬†Anfragen an das Bundesversicherungsamt gestellt u.a. von Herrn Schulz, am 15. November 2017 zum Thema: Techniker Krankenkasse¬† “Vermittlung” GKV-Versicherter an Amazon (ALEXA – k√ľnstliche Intelligenz, KI) [#25325] Antwort bis heute null. Denn weder BfDI (Datenschutz) noch Bundesversicherungsamt haben anscheinend dazu selbst Nachfragen gestellt oder irgendwelche Unterlagen vorliegen. Es wird geschwiegen. Der Ruf nach Digitalisierung in allen Lebensbereichen hat f√ľr mich etwas von dem Spruch “Jeden Tag steht ein Dummer auf, du musst ihn nur finden!” Daten sind das neue Gold – im Bereich Gesundheitsdaten ganz oben angesiedelt. Mit der¬†Alexa von Amazon bekommt¬†dies eine¬†ganz neue Dimmension!

Hier bitte lesen Sie die TK Werbung selbst:

https://www.tk.de/tk/gesundheit/digitale-gesundheit/tk-smart-relax/958244

Renate Hartwig

 
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Abgeordneten Nebeneink√ľnfte!Geht das mit richtigen Dingen zu?

Heute ist der letzte Sonntag im Mai 2018!¬†Gestern erhielt ich wieder eine der Mitteilungen von abgeordnetenwatch. Immer wieder treiben diese mich um. Jetzt w√ľrde ich gerne eine Frage, die mich seit langem besch√§ftigt. Kann das sein, dass wir Steuerzahler schon l√§ngst f√ľr unsere Abgeordneten dieses oft diskutierte bedingungslose Grundeinkommen finanzieren, gegen das sie so vehement argumentieren? Wie kann es sein, dass solche Summen von Abgeordneten als Nebeneink√ľnfte erwirtschaftet werden?¬†Bitte welche Zeit wenden sie auf um ihre Arbeit f√ľr die sie ihre – nicht gerade knappen – “Di√§ten” von monatlich ‚ā¨¬†9 541,74 plus plus und Altersversorgung erhalten?¬†Die sogenannten Di√§ten sollen Verdienstausf√§lle ausgleichen, die den Abgeordneten durch die Aus√ľbung ihres Mandats entstehen, und ihre Unabh√§ngigkeit garantieren. Wir lesen es, staunen und sind wie ich oft sprachlos (das will bei mir was hei√üen) ¬†ja, weil¬†ich nicht nachvollziehen kann, weshalb es so schwer ist den Druck der √Ėffentlichkeit gegen diese Gierschlunds zu erh√∂hen.
Vergleichen wir einmal einen¬†Arbeitnehmer in einem Unternehmen, eine Krankenschwester, eine B√ľrokraft im Landratsamt, egal¬† was¬†jemand arbeitet, wer f√ľr¬†seine Arbeit bezahlt wird, muss die Erlaubnis von seinem Arbeitgeber¬†f√ľr eine Nebent√§tigkeit bekommen. Und die wird nur erteilt, wenn¬†sie die eigentlich Arbeit nicht beeintr√§chtigt. Ist doch v√∂llig logisch! Jetzt frage ich mich, wer hat die “Nebent√§tigkeit” z.B. vom CSU Abgeordnete Ramsauer gestattet?¬†¬†Er hat, laut abgeordnetenwatch¬†allein in¬†den letzten 7 Monaten 102.500 Euro an Nebenverdienst verdient! Es gibt noch andere gut verdienende Nebenherverdiener z.B. Ulla Schmidt SPD 109.000 ‚ā¨ auch Christian Lindner FDP 77.000 ‚ā¨ !¬†Jeder 5. Bundestagsabgeordnete geht einer bezahlten Nebent√§tigkeit nach. Laut abgeordnetenwatch wurden so von unseren Volksvertretern insgesamt mindestens 5.5 Millionen neben ihrer T√§tigkeit als Abgeordnete verdient. Lest mal bei den Jungs von abgeordnetenwatch rein, da tr√§nen Euch, nicht nur¬†bei den Zahlen der Nebent√§tigkeiten, die Augen! Wir vergessen, dass wir von all diesen¬†Abgeordneten die Arbeitgeber sind…..es sind unsere Steuergelder, die deren Existenz sichern – ich mache mir dar√ľber mehr als nur Gedanken. Ich sage Euch auch warum: In meiner intensiven Arbeit mit der Zukunft, n√§mlich den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekomme ich immer √∂fter einen Klos im Hals. Weil ich im Bildungsbereich, wie im Gesundheitsbereich, den beiden wichtigsten gesellschaftlichen S√§ulen, erkennen muss: Diejenigen die dar√ľber gesetzlich bestimmen haben gar keine Zeit eine positive √Ąnderung herbei zu f√ľhren, die sind zeitlich und gedanklich ausgelastet mit ihrer Nebent√§tigkeit. Auf Nachfrage bei zwei, mir pers√∂nlich bekannten Abgeordneten erhielt ich zwei gleiche Antworten: Das ist alles legal. In meinen Weiterbildungstagen “Pers√∂nlichkeitsbildung” mit Auszubildenden in Unternehmen werde ich “Legal” und die Folgen ab sofort thematisieren. Nat√ľrlich nicht ohne die Frage zu stellen: Wie kommt es zu dieser Art der Legalit√§t!? Wohin f√ľhrt sie uns? ¬†Renate Hartwig

 
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Pflegebauftragter und seine schräge Idee der Prämie

Meine Katze h√§tte den Job des Pflegebeauftragten der Bundesregierung √ľbernehmen sollen. Sie hat auf alle F√§lle bei mir im B√ľro mehr von den Betroffenen √ľber den Alltag im Pflegeberuf erfahren. Mit entsetztem Staunen¬†nehme ich zur Kenntnis, was dieser Mann als L√∂sung der Probleme von sich gibt! Er muss schon lange aus seinem Beruf sein und als Schulleiter in dem Fach Pflegeberuf auch nicht verstanden haben, um was es geht! Desweiteren¬†m√ľsste meine Katze nicht wie dieser Herr Westerfellhaus¬† als teurer Sesselbesetzer mit Pensionsanspruch auf unser aller Kosten finanziert werden. Der wichtigste Punkt , weshalb meine Katze den Job besser machen w√ľrde: Die w√§re nie auf eine solch saudumme Idee gekommen, Pr√§mien anzubieten, f√ľr diejenigen die in den Beruf zur√ľckkehren, oder die nach der Ausbildung bleiben!!! Unfair allen gegen√ľber, die t√§glich in dem Beruf arbeiten. Nichts als billige Lockmittel und eine Entlarvung¬†der jahrzehntelangen politischen Fehler im Gesundheits – aber auch im Bildungssystem!! Weshalb schmei√üt jemand diesen Beruf hin? Warum sagt jemand nach der Ausbildung, nein danke, diesen Druck, diesen Stress, kann ich nicht lange machen? Hier liegen sie begraben, die Systemfehler! Diese Westerfellhaus Idee, politische Fehler im System mit einer Pr√§mienanreiz zuzudecken, ist auch gef√§hrlich f√ľr alle die Pflege ben√∂tigen.
Wer raus gegangen und sich f√ľr ein paar¬†Scheine als Pr√§mie einkaufen l√§sst, bleibt nur solange er unbedingt muss,¬†um die Scheine behalten zu k√∂nnen! Dazu kommt: Diejenigen die diesen Beruf aus √úberzeugung gew√§hlt haben und seit Jahren unterbezahlt und weit unter dem Wert¬† ihre Arbeit ausf√ľhren, die werden hier mit F√ľ√üen getreten. Denn f√ľr die √§ndert sich nichts! Dieser¬† Pr√§mien – Vorschlag ist sogar eine Beleidigung all derer in dem Beruf! Meine Meinung: Da sitzt einer der von sich aus geht und denkt: Alle sind k√§uflich! Eine Pr√§mie als L√∂sung? Sie √§ndert nicht einen einzigen Millimeter an den bestehenden Systemfehlern. Und genau das wollen sie auch gar nicht,¬†unsere Damen und Herren in Berlin, die Systemfehler angehen!Deshalb wurde er¬†vielleicht auch ausgesucht, der Herr Pflegebeuaftragte. Und meine Katze Katinka w√§re auch die bessere Pflegebeauftragte, denn sie h√§tte sich nicht angepasst und gedacht, Pr√§mien w√§ren eine L√∂sung des Problems! RH

 
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Unnötige Operationen und Verdrängung der Fakten

Es vergeht kein Tag an dem sich Politiker jeder Colouer nicht sch√§men, egal bei welchem Thema, uns f√ľr dumm zu verkaufen. Trotz nachgewiesener Faktenlage ihrer Vers√§umnisse frech, trotz aller Beweise abstreiten, oder verdrehen, damit es f√ľr sie gut dargstellt wird.

Beispiel heute¬†in den Medien: CSU Verkehrsminister Scheuer (!!)) wurde auf die gro√üspurigen, nicht gehaltenen¬†Versprechungen seines CSU Kollegen Dobrinth, 2018 w√§re bundesweit schnelles Internet installiert, befragt.¬†Scheuer¬†¬†hat seinen Parteifreund gelobt und das “viele Geld” das bereits geflossen sei, hingestellt als habe er es verdient!¬†Auf den Vorwurf der Landbev√∂lkerung¬†, dass sie¬†schneller¬†sind wenn sie¬†Brieftauben lossenden, als¬†¬†wenn¬†sie ihre Nachricht per Mail losschicken,¬†ging¬† er einfach nicht ein. Dann war heute auch noch der SPD Mann Lauterbach zu h√∂ren, es¬†ging um den Mangel an Hebammen. Um¬†deren¬†Unterbezahlung und Personalmangel in Kliniken. Lauterbach, sicher gefrustet weil Spahn auf den Stuhl, gehievt wurde auf den er seit langem scharf ist, versprach wieder einmal¬†viel, was er nicht halten kann. So und weil alle guten Dinge drei sind, hier noch das Standardthema, unn√∂tige Operationen, p√ľnktlich in einer be√§ngstigenden Regelm√§√üigkeit, taucht es auf ……bleibt so, weil sich NIEMAND um die Ursachen k√ľmmert und es – von allen – als¬†¬†unabwendbar hingenommen wird. Und als L√∂sung der ganzen¬†Unglaublichkeiten,¬†denen wir ausgesetzt sind,¬† wird dann¬†eine Anzeige gepr√ľft! Und schwubs ist das Thema vom Tisch. RH

Unnötige Operationen

Operationen aus monet√§ren statt medizinischen Gr√ľnden?¬†|¬†Bild: NDR

√Ąrzte geben in der Studie an, dass Manager von den Medizinern eine bestimmte Zahl an Operationen fordern. Damit besteht die Gefahr, dass in deutschen Krankenh√§usern mehr Menschen operiert werden als medizinisch notwendig ist. So verlangte 2010 im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) in Stellingen ein Gesch√§ftsf√ľhrer von seinen √Ąrzten 20 Herzkatheter-Eingriffe pro Tag. Sollten die nicht erf√ľllt werden, drohte er mit Gehaltsabzug. Die Hamburger Staatsanwaltschaft pr√ľft in diesem Zusammenhang jetzt eine anonyme Anzeige. Das MVZ gibt an, die Anweisung sei nie umgesetzt und zur√ľckgenommen worden. Hier Link zur Sendung:

https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/Krankenhaeuser-Geldmangel-Operationen100.html

 
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