Wurde Karneval verlängert?

Karneval ist doch vorbei oder!? Wie es aussieht, gab es aber eine weltweite Verl√§ngerung! T√§glich h√∂ren und sehen wir Politiker die sich verkleiden als aufrechte Demokraten. Pr√§sidenten die wie K√∂nige agieren und Diktatoren, die stolz in die B√ľtt steigen und der Menschenverachtung eine Narrenkappe aufsetzen. Und wer sind wir? Wir sind die maskierten Zuschauer im politischen Ballsaal. Klatschen, obwohl wir die Darsteller auf der B√ľhne auspfeifen m√ľssten. Lachen obwohl es zum Heulen ist. Schweigen obwohl wir Schreien m√ľssten. Passen uns an und sagen zu oft…Helau, anstatt Pfui Teufel.
Dieser verl√§ngerte Karneval findet ebenso bei den Spitzenfunktion√§ren in den Krankenkassen und Kassen√§rztlichen Vereinigungen statt. Und hier sind wir alle auch Zuschauer.¬†Egal ob Patienten oder √Ąrzte, Krankenschwestern oder Therapeuthen, wir schauen zu anstatt wir aufstehen und uns solidarisieren. Wir klatschen Beifall wenn uns Systemfehler ausnahmsweise nicht treffen. Wir suchen Schuldige und erkennen nicht, wir sind¬†mit schuld¬†an¬†diesen¬†Systemfehlern. Warum? Da uns¬†der¬†Gedanke: Das ist halt so, da kann man nichts machen, leitet.¬†Und genau das ist falsch. Mit dieser Haltung betonieren wir den Boden, auf dem die Schilder aufgestellt wurden und werden, die uns zu entm√ľndigten Bittstellern machen.
Allein¬†S√§tze¬†wie:¬†”Die Kassen erwirtschafteten einen √úberschuss” oder “Krankenkassen erzielten √úberschuss” sind falsch! Kassen haben unsere Beitragsgelder zu verwalten! Wie und wer von dieser Art erwirtschaften profitiert und wer darunter leidet, wird gar¬†nicht thematisiert!
Wer krank ist, oder sogar chronsich krank,¬†hat allein im vergangenen Jahr erlebt, wie die Zuzahlungen f√ľr Medikamente hoch geschossen sind. Viele haben es erst bemerkt, als sie angefangen haben, in der Apotheke einen Kassenzettel zu verlangen. Leider macht das auch fast niemand. Da stand dann aufeinmal zu den zus√§tzlichen Zusatzkosten ein extra Betrag. Bei R√ľckfragen kommt dann oft die Aussage: Das ist eben so, wir k√∂nnen nichts machen, fragen sie ihre Kasse. Ok, gute Idee, wenn alle die diese Kassenwillk√ľrmassnahmen erleben, selbst oder deren Umfeld, massiv in den Kassen vorstellig werden, w√§ren wir schon weiter!
Wer mich jetzt fragt, was soll ich denn dagegen machen?
1) Nicht alles als gegeben hinnehmen, sich informieren
2) Mehr hinterfragen, um eine Antwort √ľber den Entscheider der Massnahmen zu bekommen
3) Sich von Kassenmitarbeitern nie abwimmeln lassen
4) Bei Antworten ” steht im Gesetz” oder ” Ist gesetzlich k√∂nnen wir nichts machen”
den Gesetzestext anfordern – nicht nachgeben. Auf das Recht nach Information bestehen.
Meine Erfahrung: Viele Aussagen von wegen es gebe dazu Gesetze, sind falsch!
5) Andere informieren, sich untereinander austauschen
Fazit: Selbstbewusste, informierte B√ľrger – und B√ľrgerinnen lassen sich nicht so leicht an der Nase herum f√ľhren.
Und genau da beginnt der Abbau der Denke – da kann man nichts machen! Man kann, glauben Sie mir, man kann!
Renate Hartwig

 
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Krankenkassen – Alltagsgeschichten

Allein am vergangenen Wochenende bekam ich 14 Anfragen zum Thema “Kasse verweigert Leistung.” Die Kontakte kommen √ľberwiegend¬†√ľber E-Mail in der √ľblichen Tonart. “Frau Hartwig¬†brauche ihre Unterst√ľtzung.” Oder “Die Kasse verweigert meiner¬†Oma seit Monaten¬†notwendige Hilfsmittel. Was k√∂nnen wir machen?” Und dann gibt es Situationen, bei denen ich tief durchatmen muss, um nicht auf den Tisch zu hauen.

Da sitze ich mit meinem Mann im¬†Cafe und¬†am¬†Nebentisch sitzen drei junge Frauen und unterhalten sich un√ľberh√∂rbar. Eine kam von der Apotheke und¬†beschwerte sich √ľber hohe Zuzahlungen f√ľr Medikamente. Aus ihrem kleinen Rucksack nahm sie¬†ihre Geldb√∂rse und legt den Kassenbon als Beweis auf den Tisch. Jeder der Damen¬†gab dazu einen Kommentar, wobei das Wort “unversch√§mt” die harmlose¬†Variante der eigenen Meinung war. Kurze Zeit sp√§ter¬†fragte eine, wo sie den¬†Rucksack gekauft hat. Antwort: “Bonus von meiner Krankenkasse!” So, da ist er, der¬†Moment bei dem entweder bei mir Schnappatmung einsetzt, da ich am liebsten auf den Tisch¬†hauen w√ľrde. Am Blick meines Mannes sah ich, er¬†ahnte¬†was ich denke und am liebsten machen w√ľrde. ¬†Also das kann ich doch nicht so stehen lassen. Ein ganzes Jahrzehnt versuche ich √ľber Publikationen und Vortr√§ge das Bewusstsein zu sch√§rfen, um genau hinzusehen, was da abgeht in unserem Gesundheitssystem, speziell in den Krankenkassen. Und dann das!! Die Bestuhlung in diesem Cafe war eng. Es war jedem klar, der Nebentisch h√∂rt alles mit. Manchmal trafen sich auch unsere Blicke. Beim¬†Gehen legte ich den Damen meine Visitenkarte mit der Webadresse von meinem Blog auf den Tisch. ” Hier k√∂nnen Sie nachlesen, was Ihre Zuzahlung mit Ihrem Rucksack zu tun hat!”¬† Ob sie es getan haben, keine Ahnung. Nur so entging ich der Schnappatmung und auf den Tisch habe ich nur gedanklich gehauen.

Denn das Geld, das uns die Kassen als Bonus oder Rabatt “schenken”, geht von dem Geld f√ľr die Behandlung der Kranken ab. Die Kassen erwirtschaften ja keine zus√§tzlichen Gelder mit dem Verkauf von¬†√Ąpfeln oder Klosterfrau Melissengeist! Sie verpulvern stattdessen Millionen f√ľr Werbung, um uns die Lockangebote √ľberhaupt erst schmackhaft zu machen. Und auch in anderen Bereichen schneiden sie sich die Pr√§mien nicht durch Sparsamkeit etwa aus dem Fleisch. Die Kassen¬†sind alles andere als Sparf√ľchse, wenn es um ihre Geh√§lter oder Geb√§ude geht. Nein, das Geld kommt aus der einzigen Quelle, aus der sie sich frei bedienen¬†k√∂nnen: Unserem Beitragsgeld!

Renate Hartwig

 
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Krankenkassen und Werbung

Heute beginnt bereits der zweite Monat im Jahr 2017. Und wir werden bis zu der Bundestagswahl im September laufend h√∂ren, wie wichtig wir B√ľrger und B√ľrgerinnen, den Kandidaten der Parteien sind. Genau aus diesem Grund, werde ich nacheinander, die F√§sser aufmachen, von denen ich weiss, wie sie bewusst in den letzten Jahren verschlossen wurden. Es vergeht kein einziger Tag, an dem mir nicht v√∂llig absurde Entscheidungen¬†von¬†einer Krankenkasse¬† gegen√ľber einem Erkrankten, auf den Schreibtisch flattert. Es geht, bei dem zu √∂ffneten Fass, um uns gesetzliche¬†Krankenkassenversicherte der GKV!

Da es den meisten gesunden Beitragszahlern gar nicht klar ist, was so alles in der schr√§gen Welt der Krankenkassen abgeht,¬†spreche ich jetzt alle an,¬†in der Funktion als Finanziers des Gesundheitswesens! Hallo, wir reden hier von j√§hrlich ca. 240 Milliarden ‚ā¨, die wir¬†¬†als Beitr√§ge¬†in die gesetzlichen Krankenkassen einzahlen. Ohne auch nur einen Hauch von Nachvollziehbar, √ľber die Verteilerstr√∂me mitzubekommen! Beginnen wir mit der Werbung. Jeder von uns sieht sie, h√∂rt sie und liest sie, die Werbungen der Kassen. Gern w√ľrde ich einmal¬†¬†jemand¬†kennen lernen, der gefragt wurde, ob er die Werbung, die er mitfinanziert, genehmigt hat? Sorry, habe vergessen wie es in den Spitzen dieser Zunft geh√§ndelt wird! Zwangsmitglieder haben nicht mitzuentscheiden, sondern lediglich zu zahlen, auch nicht nachzufragen. Und auf keinen Fall, die Vorg√§nge in den Verwaltungst√ľrmen der Kassen zu hinterfragen. Kurz um: Mitdenken nicht erw√ľnscht! Und genau dazu rufe ich jetzt einmal auf. Weil sich viel zu viele gar nicht vorstellen k√∂nnen, wie dieser aufgeblasene Mamutapperat Krankenkasse, sich¬†unsere Beitragsgelder krallt um sie f√ľr ihren Machterhalt einzusetzen! Als Beispiel¬†beginnen wir heute einmal¬†mit der¬†AOK. Die AOK Beitragszahler¬†k√∂nnen sich auf die Schulter klopfen. Immerhin sind sie die Hauptsponsoren der Handball Nationalelf. Seit einem Jahr flie√üen Millionen an Beitr√§gen allein¬†in diese Richtung. Nahezu 450 tsd. Ergebnisse¬†¬†tauchen im Internet, in der gr√∂√üten Suchmaschine, allein bei AOK Werbung¬† auf¬†!! Laut¬†deren Eigenwerbung¬†”betreut” die AOK fast ein Drittel der Bev√∂lkerung. Betreut? Da ist sie wieder die Redefinition der Begriffe. Die AOK kassiert, wie¬†alle anderen Kassen Beitr√§ge und hat als K√∂rperschaft √∂ffentlichen Rechts nur den Auftrag diese zu verwalten. Sonst nichts!!!¬†Dank politischer Fehlentscheidungen wurde aus den Kassen ein Machtapperat, dem wir Beitragszahler als Bittsteller gegen√ľber stehen! Dazu geh√∂rt z.B. Oma Krause mit ihrem wundgesessenen Po auf dem kaputten Spezialkissen,um dass sie seit langem f√ľr ein Neues bettelt, Herr Ludwig mit seinen durchn√§ssten Einlagen, da ihm die¬† eingeteilten von der Kasse¬† nicht langen.¬†Der behinderte Max, dem die Physiotherapie verweigert wird. Oder Herr Werner,der sich die Zuzahlung nicht leisten kann und nicht mehr lacht, damit man seine Zahnl√ľcke¬† nicht sieht. Ob die sich tats√§chlich gut betreut vorkommen? Nicht zu vergessen, die √Ąrzte und √Ąrztinnen dieser Personen, die aufgrund dieses eingef√ľhrten Budget¬† – Irrsinns, sich bei jedem Rezept, bei jeder Behandlung auf d√ľnnes Eis begeben. Denn sie m√ľssen einkalkulieren,¬†f√ľr¬†¬†jede ¬†ihrer¬† medizinische Entscheidung in Regress genommen zu werden.¬†All diese Probleme¬†verhallen ungeh√∂rt. Jedem der jetzt (auch nur gedanklich) an der Tastatur “geht mich nichts an” eingeben will, sag ich: Vorsicht, das gilt¬†nur solange es Dich nicht trifft. Sp√§testens dann erkennst Du sie, die Systemfehler und vor allem, dass Du es bist,¬†¬†die¬† sie ausbaden. RH

 
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Sackgasse Gesundheitssystem

Nach amerikanischem Vorbild wird in unserem umgebauten Gesundheitswesen der Mensch zum Spekulationsobjekt, das Gesundheitswesen zum Markt, und die Heilung (wo sie noch stattfindet) zum Geschäft.

Durch das Raster dieser Ideologie fallen all diejenigen, die keine Kraft (mehr) haben zu k√§mpfen, weil sie durch ihre Krankheit auf die Hilfe eines wirklichen guten Gesundheitswesens angewiesen w√§ren, das keiner anderen Option folgt, als dem maximalen Nutzen des wirklich kranken Menschen. Stattdessen wirtschaftet die Politik in die Bilanzen der Medizinkonzerne und Pharmaunternehmen; sie betreibt Wirtschaftsf√∂rderung statt Sozialpolitik. Fast alle Patienten haben das auf die eine oder andere Weise schon entdeckt, aber sie halten ihre pers√∂nliche Erfahrung f√ľr einen Zufall, den man nicht generalisieren kann. Nur, wenn tausendmal der gleiche ‚ÄěZufall‚Äú passiert, steckt System dahinter. Seit einem Jahrzehnt publiziere ich, wie perfide der ‚ÄěZufall‚Äú f√ľr die Kranken und die kleinen R√§dchen im Gesundheitswesen (√Ąrzte, Therapeuten, Schwestern, Pfleger) organisiert ist. Die handelnden Personen rechnen mit der Komplexit√§t der Verh√§ltnisse und dass keiner mehr den Durchblick hat, wer nun wirklich noch das Interesse des Patienten im Blick hat und wer nur sein Sch√§fchen oder das Sch√§fchen eines Gr√∂√üeren, der ihn f√ľr seinen Sch√§fchensorge bezahlt, im Blick hat. In den Zentren der Macht, in den Kapitalgesellschaften, den Klinikkonzernen, der Medizinindustrie ist man sich sicher, dass die gro√üe Restrukturierung kommt, ja dass man mit Riesenschritten auf den Umbau nach amerikanischem Vorbild zul√§uft. Dagegen stehen:

√Ąrzte, die mit ihrem einseitigen Blick auf Honorare, durch mangelnde Solidarit√§t untereinander, eine breite gesellschaftliche Thematisierung der Probleme blockieren.

V√∂llig absurde Konkurrenzk√§mpfe, gef√ľhrt auf der √§rztlichen Funktion√§rsebene, zu der eigenen Besitzstandswahrung, den Umbau mittragen.

Ein personell ausged√ľnnter Pflegebereich, in dem das Pflegepersonal weit √ľber die Schmerzgrenze belastet, keine Kraft mehr hat, sich zu wehren.

Millionen von gesetzlichen Kassenversicherten, die bis zu dem Moment, wenn sie es als Patient selbst  betrifft, leider so tun, als ginge sie das alles gar nichts an.

Renate Hartwig

 
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Weltweit gr√∂√üte Glaubensgemeinschaft “Macht&Geld” √ľbernimmt heute die Pr√§sidentschaft in den USA !

Heute √ľbernimmt die weltweit gr√∂√üte Glaubensgemeinschaft “Macht und Geld” die Pr√§sidentschaft in Amerika!
Und allen, die beruhigend die These: “Warten wir einmal ab” ausgeben, m√∂chte ich heute fragen: Auf was? Millionen Menschen in den USA die ohne Krankenversicherung waren und die √ľber Obamacare ihre Angst lindern konnten, im Krankheitsfall nicht abgesichert zu sein, die k√∂nnen NICHT abwarten! Trump will Obamacare abschaffen und die alten Zust√§nde wieder herstellen! Hier bekommt er sofort auch die Mehrheit durch die Republikaner. Ich werde hier demn√§chst noch n√§her auf das Thema eingehen. Hier ein R√ľckblick, weshalb diese Pr√§sidentschaft auch im Gesundheitswesen gef√§hrlich ist.
Als ich im Januar 2007 √ľber einen Arztbesuch, in das gezielt vernebelte Gesundheitssystem gestolpert bin, war ein weiterer Ansto√ü, mich intensiv mit dem Thema zu besch√§ftigen der Film SICKO von Michael Moore. Hier wird ganz offen gezeigt, was es beudetet in USA krank zu werden. Geschockt verlie√ü ich 2007 das Kino, in dem au√üer meinem Mann und mir noch 4 Zuseher waren. Der Film wurde bei uns wegen mangelnder Zuschauerzahl abgesetzt. Mit einer unglaublichen M√ľhe ist es mir gelungen, in Bayern und BW Kinobesitzer zu finden, die bereit waren den Film noch einmal zu zeigen. Doch sie wollten Sicherheit und zwar in Form von Zuschauerzahlen. Hunderte Male (das ist keine fiktive Zahl) ist es mir Ende 2007 und 2008 mit Hilfe der Haus√§rzte gelungen, die ihre Patienten auf den Film aufmerksam machten, den Film ‚ÄěSicko‚Äú der Bev√∂lkerung zu zeigen. Ich wollte damit die Folgen einer einseitigen gewinnorientierten Gesundheitsversorgung aufzeigen und breit thematisieren!
Da ich wusste, die Zuschauer gehen wie bet√§ubt aus dem Film, k√∂nnen es nicht glauben, was sie sehen, konnte ich durchsetzen, dass vor dem Film erkl√§rt wird, weshalb er gezeigt wird und dass und nach dem Film diskutiert werden kann. Unterst√ľtzt wurde ich dabei von √Ąrzten, Krankenschwestern und medizinischen Fachangestellten.
√úbrigens damals funktionierte er, der breite Schulterschluss!
Die T√§ter in den USA, die in ‚ÄěSicko‚Äú vorgef√ľhrt werden, hatten damals schon seit Jahren Kontakt nach Deutschland, wurden hier hofiert und wie der Messias begr√ľ√üt. Ihr verlogenes Produkt ‚Äěintegrierte Versorgung‚Äú wird seit Jahren als der letzte Schrei verkauft und soll fl√§chendeckend eingef√ľhrt werden. Und ich kannte schon damals das Argument, mit dem es durchgedr√ľckt werden soll: ‚ÄěWir haben kein Geld mehr‚Äú. Und die Lobbyisten gesteuerte Riege in der Gesundheitspolitik sowie die gut dotierten Funktion√§rsebenen in den Kassen und einigen √Ąrzteverb√§nden, werden sich hinstellen und sagen: ‚ÄěEs gibt keine Alternative‚Äú. Merken Sie sich diesen Satz! Er ist die Bankrotterkl√§rung jeder argumentativen Auseinandersetzung.
Es gibt vielfältige Alternativen, wie die Gesundheitssysteme anderer Länder zeigen. Lassen Sie sich auch von niemandem erzählen, es gäbe keine Alternative zur radikalen Privatisierung in eine Konzernmedizin des Gesundheitswesens. Das ist nur die Redeweise der Interessierten, die Sprachregelung der Konzerne und die Bauchrednerei ihrer politischen Marionetten.
Damals, im Jahr 2007, als ich erstmals auf einige höchst seltsame Erscheinungen und Zusammenhänge aufmerksam gemacht wurde, flogen bereits Delegationen aus dem Bundestag, organisiert vom Bundesgesundheitsministerium (damals Ulla Schmidt SPD) in die USA zum Studium des Umbaus, der abseits des öffentlichen Gequakes, Schritt um Schritt seiner Vollendung entgegen schreitet. Gut ein Jahr später 2008 beruhigten die Profiteure dieser Entwicklung, nie und nimmer werde es in Deutschland zu amerikanischen Verhältnissen kommen.
Zum damaligen Zeitpunkt war aber der Ausverkauf unserer Krankenhäuser nach amerikanischem Muster (erkennbar an den Kliniken typischerweise vorgelagerten medizinischen Versorgungszentren MVZ), bereits in vollem Gange.
Mit salbungsvollen Reden wurden wir hingehalten. Manchmal hatte ich den Eindruck, als w√ľrde ich mich in einem Kampf gegen Windm√ľhlen befinden, die sich immer schneller drehten. Dabei hielt ich das Material des Umbaus in der Hand. √úber den Film von Michael Moore und auf verschiedene andere Weise bekam ich Kontakte in die USA. Bereitwillig half man mir dort und schickte mir alles zu, was niemand in der breiten √Ėffentlichkeit in Deutschland wissen sollte, ginge es nach dem Willen der Gesundheitslobby. Aber nun besitze ich sie eben doch, die Materialien, aus denen klar hervorgeht, dass die Warnungen √ľber den einseitigen Umbau unseres Gesundheitswesens nicht √ľber-, sondern untertrieben sind.
Und mit dem heutigen Tag, mit Trump an der Macht, wird sich die Uhr in diese Richtung noch schneller drehen! Der Film “Sicko” ist, dank Internet, 2017 am PC anzusehen. Und nachdem heute am 20. Januar 2017 die Glaubensgemeinschaft “Macht &Geld” die Pr√§sidentschaft √ľbernimmt, eine tats√§chliche Alternative um sich zu informieren!
Renate Hartwig

 
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Gesundheitssystem: Ein Schl√ľsselerlebnis und die Folgen!

Dieses Jahr sind es glatte 10 Jahre, dass ich in dieses seltsame Gesundheitssystem von der anderen Seite des Schreibtisches -n√§mlich als Patientin erlebte. Zwar wissen die Leser meiner B√ľcher, die Zuh√∂rer bei meinen Vortr√§gen wie alles begann, doch immer wieder werde ich nach Gr√ľnden meines Engagements gefragt. Zum 10 j√§hrigen Jubil√§um mache ich den inzwischen √ľbervollen Sack meiner Recherchen und Erfahrungen wieder auf. Zum zehnten mal j√§hrt sich mein Schl√ľsselerlebnis und deshalb werde ich ab heute die zehn Jahre, St√ľck f√ľr St√ľck hier auf meinem Blog Revue passieren lassen. Nachdem ja immer gesagt wird, das Internet vergisst nichts, kann niemand sagen er habe es nicht gewusst. Die M√∂glichkeit es zu erfahren gibt es.Heute erst einmal wie alles begann:

Mein erstes Erlebnis mit diesem verlogenen Gesundheitssystem war im Januar 2007 bei meinem Hausarzt: Nachdem ich im Sprechzimmer war und mein Arzt nach der Begr√ľ√üung nach drau√üen gerufen wurde, meldete sein PC auf einem roten Laufband nach ca. 3-4 Minuten: DIE BEHANDLUNGSZEIT F√úR DIESEN PATIENTEN IST ABGELAUFEN! Hallo, dachte ich, der Arzt hat mit mir ja noch keinen Ton gesprochen, weshalb ich hier bin. Das war mein Schl√ľsselerlebnis, weshalb ich von einer uninformierten zu einer informierten Kassenpatientin wurde!! Auf R√ľckfrage, was dies f√ľr ein Schwachsinn sei, sagte mir mein Arzt er k√∂nne mir das nicht erkl√§ren, dazu lange seine Budget nicht! Aber er wusste, ich lass da nicht locker und deshalb war er bereit, zu uns Nachhause zu kommen um die Hintergr√ľnde zu erkl√§ren. Tats√§chlich kam er ein paar Tage sp√§ter mit 3 Kollegen (!!) und als die Herren Doktoren Nachts um 2 Uhr gingen, sagte ich zu meinem Mann: Das kann nicht sein. Und so begann meine Reise nach Absurdistan, das ich mitten unter uns, in allen Facetten kennen lernte! Ganz schnell erlebte ich bei meinen Recherchen: Die medizinische Hoheit ist l√§ngst in den H√§nden von Schreibtischt√§tern, die nicht unsere Behandlung und auch nicht die Leistung der behandelnden √Ąrzte im Fokus haben, sondern die Kontrolle des Geldflusses in die eigene Pipeline zur Festigung ihrer Macht. (Kassen und KV en) Und diese immer gr√∂√üer werdende Macht wird diktatorisch eingesetzt in der KV gegen √Ąrzte in den Kassen gegen uns Patienten. Deshalb initiierte ich √ľbrigens B√ľrgerschulterschluss e. V.,schreib hier in meinem Blog um durch Informationen endlich gemeinsam gegen diese, f√ľr mich mafi√∂sen Strukturen, anzugehen. Leider – und auch das geh√∂rt zur Wahrheit – hat die Masse der √Ąrzteschaft nicht begriffen, wie wichtig es ist uns Kassenversicherte als gleichberechtigte Partner ernst zu nehmen und den von mir geforderten Schulterschluss tats√§chlich einzugehen. Leider muss ich heute, nach 10 Jahren feststellen, die bestehenden Systemfehler sind √ľberwiegend von der breiten √Ąrzteschaft manifestiert worden. Ich habe keine Ahnung, auf was die angepasste Masse der √Ąrzteschaft wartet. Denn der freie Arzt – damit meine ich frei in seiner medizinischen Entscheidung, nur dem Patienten gegen√ľber verpflichtet, den gibt es nicht mehr! Und genau an dem Punkt setze ich an, da ich beweisen kann, wie meine Warnungen von 2008 (Der verkaufte Patient) l√§ngst Realit√§t sind!! Fortsetzung folgt!

Renate Hartwig

 
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Erfahrungen aus einem √ľbervollen Fass!

Ganz bewusst m√∂chte ich, die gemachten Erfahrungen von Carmen¬†Weiland,¬†als Information weiter geben,¬†und danke ihr gleichzeitig f√ľr Ihre Beschreibung. Und ich sage¬†Ihnen/Euch auch gleich, weshalb ich es so wichtig finde. Ich kann den ganzen Schmarren von wegen, alles was wir als Patienten erleben sind Einzelf√§lle, schlicht weg nicht mehr h√∂ren! Nein sind sie eben nicht! Bereits 2010 habe ich mit diesen F√§llen sowie den Folgen auf den¬†immer gr√∂√üer werdenden Druck auf das Klinikpersonal, ein ganzes Buch gef√ľllt. (Krank in Deutschland) Alles Einzelf√§lle, die in der Summe zeigen, wohin dieses v√∂llig fehl geleitete Gesundheitssystem geht.¬†Menschliche K√§lte, Egoismus, nehmen zu und¬†beweisen unser aller Resignation.¬†Und bei der Gelegenheit¬†m√∂chte ich in eigener Sache sagen: In diesem Monat werden es 10 Jahre, dass ich in dieses v√∂llig absurde Gesundheitssystem, geradezu gestolpert bin. Und genau deshalb werde ich den Januar nutzen und aus meinem Herzen keine M√∂rdergrube machen, schlicht, weil ich nicht bereit bin, auch noch eine einzige Kr√∂te¬†zu schlucken! Der Sack meiner Erfahrungen ist √ľbervoll und diejenigen, die¬†heute¬†im Jahr 2017 jaulen, vonwegen zu wenig Honorare und Achtung¬†wir haben zu wenig √Ąrzte,¬†da wird es Zeit dem Personenkreis¬†den Spiegel hinzuhalten,¬†die beteiligt sind an diesem Dillema!¬† Dazu eignet sich dieses Jahr ganz besonders! Renate Hartwig

Carmen Weiland hat mir ihren Erfahrungsbericht zur Ver√∂ffentlichung auf meinem Blog zur Verf√ľgung gestellt:

Der Donnerstag des Entsetzens oder meine Stunden in der Notaufnahme!Ich kann nicht mehr sagen, welches Gef√ľhl bei mir √ľberwogen hat! Es war jedenfalls alles dabei! Wut, Sprachlosigkeit, Unverst√§ndnis,eine unendliche Traurigkeit, Entt√§uschung und noch so viel mehr.Aber von Anfang an: Meiner Tante ging es am Vormittag pl√∂tzlich so schlecht, dass sie immer wieder drohte das Bewusstsein zu verlieren oder es sogar kurzfristig verlor. Eine Ansprechbarkeit war teilweise nicht m√∂glich. Hinzu kam immer st√§rker werdendes Erbrechen! Mein Onkel war mit der Situation √ľberfordert und rief einen Rettungswagen! Die beiden Rettungsassistenten waren laut Aussage meines Onkels sehr freundlich und reagierten ruhig und besonnen, hatten auch beruhigende Worte f√ľr meinen aufgeregten und nat√ľrlich sehr besorgten Onkel! Vielen Dank daf√ľr an die beider Damen vom Rettungsdienst!

Soweit so gut! Meine Tante wurde in ein Krankenhaus gebracht. Mein Onkel hat mich informiert! Ich versuchte ihn zu beruhigen, packte eine Tasche f√ľr meine Tante und fuhr mit ihm ins Krankenhaus, wo wir in die Notaufnahme geschickt wurden.Es war sehr voll dort! Verst√§ndlich! Notf√§lle werden vorrangig behandelt! Ist v√∂llig klar! Wie die Notf√§lle deklariert wurden? V√∂llig unklar! Aber,die werden das schon wissen!

Wie schroff man dort mit besorgten und ver√§ngstigten Angeh√∂rigen umgegangen ist? Ich konnte es nicht fassen!!Wie man dort mit einem alkoholisierten Mann umging, der wohl √∂fter mal dort war und auch lauter wurde! Es h√§tte nur noch ein “Bei Fu√ü” gefehlt!

Ist es wirklich notwendig, ihn durch das Wartezimmer, vorbei an den ängstlichen und besorgten Patienten und wartenden Angehörigen, hinaus zu komplementieren, im Befehlston?Vertrauen und Sicherheit hat das nicht vermittelt. Ruft man einer älteren Frau durch das Wartezimmer die Frage zu:

Auf eine Skala von 1-10, wie stark sind ihre Schmerzen? Und lacht man, wenn die Dame sagt 9?????

Mein Blutdruck stieg! Zur√ľck zu uns:

Als unerw√ľnschter, nerviger und st√∂render Angeh√∂riger erlaubte ich mir dennoch die Klingel zu dr√ľcken und auf eine Schwester zu warten! Weiterhin habe mich erdreistet, mich nach dem¬†Befinden meiner Tante zu erkundigen! Wie geht es ihr? War schon ein Arzt da? Wei√ü man schon genaueres? Mit einem schroffen¬†Nein und Angeh√∂rige haben dort drinnen nichts zu suchen und m√ľssten drau√üen warten wurde ich abgefertigt.

Dann war ich ganz frech und habe darum gebeten, dass man uns doch bitte informiert, wenn man etwas weiß oder sie auf die Station kommt.

Und “Zack” habe ich mich wohl richtig unbeliebt gemacht! Um das hier jetzt nicht in Roman L√§nge ausarten zu lassen, fasse ich mich jetzt kurz!¬†Wir sa√üen dort √ľber Stunden, ohne auch nur eine einzige Information zu bekommen! Und ich habe dreimal nachgefragt!!!!!!!!!!! Mein Onkel, mittlerweile extrem nerv√∂s und besorgt, ist dann um kurz nach 20:00 Uhr nochmal dort rein gegangen und hat gefragt, was denn nun mit seiner Frau sei! Ich stand vor der Glast√ľr, konnte aber sehr wohl die Antwort h√∂ren!

Ihre Frau liegt schon seit guten zwei Stunden auf der Station, da m√ľssen sie sich schon dort erkundigen!!!!!!! Wir waren fassungslos! Und w√§re ich ein Vulkan gewesen, w√§re ich sp√§testens da ausgebrochen!Ich habe innerlich gekocht, versuchte aber ruhig zu bleiben! Wollte auch meinem Onkel nicht noch mehr zumuten.

Auf der Station sagt man uns, dass meine Tante nur weint und denkt, dass wir nicht ins Krankenhaus gekommen wären und sie dort allein gelassen hätten.
Ich habe echt alle Kraft aufbringen m√ľssen, um die Ruhe zu bewahren. Wer mich kennt, wei√ü wie schwer mir das gefallen ist.Durch eine einfache Kommunikation bzw. Information, h√§tte man Angeh√∂rigen als auch den Patienten einige Sorgen nehmen k√∂nnen!Wieso war/ist das nicht m√∂glich?????Ich bin zutiefst entsetzt und unendlich traurig √ľber diesen unw√ľrdigen Umgang! Ich fand das erschreckend!

Zum Hygienebericht in der WZ m√∂chte ich sagen, dass ich drei Halterungen f√ľr Desinfektionsl√∂sungen entdeckt habe,¬†die komplett leer waren! Soviel dazu!

Ich weiß nicht, ob es mir jetzt besser geht, wo ich es losgeworden bin! Aber es musste sein.Und nein, ich weiß definitiv, dass wir kein EINZELFALL sind!

Wenn ich mit meinen Patienten so umgegangen wäre, wäre ich hochkantig raus geflogen! Und eine Information durch einen Arzt habe wir bis heute nicht!

Carmen Weiland

 
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Wahljahr 2017 eingeläutet!

Nun hat er uns wieder, der Herr Alltag. Es hat sich zwar die Jahreszahl ge√§ndert, dumme hirnlose Aussagen, die zur Schlagzeile werden, bleiben uns erhalten. Mir scheint, es ist nur ein Auftakt, was wir alles in diesem Wahljahr, aus den verschiedensten Politikkreisen serviert bekommen. In diesem¬†Fall wird von der Gr√ľnen Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg, √ľber deren¬† Vorschlag,¬†Sex per Krankenschein, eine schr√§ge Diskussion vom Zaun gebrochen.¬†Mal sehen, in welche Talkrunde es aufgegriffen wird!

Nur √§ndert es auf keinen Fall, die¬†tats√§chlichen Probleme unserer kranken, alten und pflegebed√ľrftigen Mitmenschen! Im Gegenteil, sie werden dabei zum Opfer von Witzen aus den untersten Schubladen. √úber die gravierenden Systemfehler im Gesundheitswesen, den daraus resultierenden Folgen, habe ich von dieser ‚ÄúVolksvertreterin‚ÄĚ noch nie etwas geh√∂rt. Um so schlimmer, denn immerhin ist es die pflegepolitische Sprecherin der GR√úNEN, Elisabeth Scharfenberg!¬†Mag sein, dass dieses Thema¬†¬†Sex auch¬†f√ľr Pflegebed√ľrftige¬†wichtig ist. Nur eine Forderung aufzustellen, dies √ľber Rezept, sprich Kasse¬†¬†oder √ľber die Kommunen¬†abzurechnen, zeigt wie weit weg diese Person von den echten Problemen im Gesundheitswesen ist. Nicht nur, dass sie sich nicht durch L√∂sungsvorschl√§ge hervorgetan hat, meine Blitzumfrage in den verschiedenen Internetforen, in denen¬†unser Gesundheitssystem diskutiert wird, ¬†hat ergeben, niemand kennt sie! Wo ist die Stimme dieser Abgeordneten, gegen√ľber den Kassen und deren Sparattacken, den seltsamen Rechenmodellen, den L√ľgen und Willk√ľrma√ünahmen? Nichts da schweigt sie sich aus, ich bin √ľberzeugt, die hat keinen Schimmer, was es hei√üt als kranker, behinderter Mensch diesem System und der Macht der Kassen ausgeliefert zu sein!

Und dann kommt sie als¬†Bundestagsabgeordnete, sicher privat versichert, und macht ein Fass der GKV auf, um sich in die √Ėffentlichkeit zu spielen. Nur wer das Thema ernsthaft angeht, wird sehr schnell erkennen: Mehr Pflegekr√§fte und eine gute Bezahlung f√ľr die Behandlung, ich meine damit bezahlte Zeit f√ľr den Personenkreis, ohne den ein kranker, alter und behinderter Mensch gar nicht leben kann, w√§re der erste Schritt. Nur eine populistische Aussage raus zu hauen, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, beweist nur eins: Die Dame ist in ihrer Funktion als pflegepolitische Sprecherin unhaltbar! Ich werde √∂ffentlich ihren R√ľcktritt in dieser Funktion fordern, da sie mit ihrem absurden Ansinnen, diesen Personenkreis, dem sie Sex auf Krankenschein verordnen m√∂chte,¬†dem Gesp√∂tt und der L√§cherlichkeit aussetzt, f√ľr mich auch deren Pers√∂nlichkeitsrecht angreift!

Starten wir in den Alltag 2017, der uns garantiert in Atem h√§lt. In keiner Zeit haben Politiker so gut geputzte Ohren, gute Augen, als in einem Wahljahr! Lassen wir es nicht einfach so dahin rennen, dieses Jahr,¬†f√ľllen wir es mit Fakten und Forderungen, als informierte B√ľrgerpatienten/Innen!

Renate Hartwig

Hier ein Link zum Thema:

http://www.heute.de/gruene-fordern-sex-auf-krankenschein-fuer-pflegebeduerftige-und-schwerkranke-46278084.html

Renate Hartwig

 
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Skurriles zum Jahresbeginn!

Es gibt Situationen, in denen dieses Gef√ľhl, im falschen Film zu sein, √ľberm√§chtig wird.¬†Bei mir¬†gibt es t√§glich mehrere davon. Deshalb hier¬†zum Jahresbeginn, eine vorab:
Der Anruf kam √ľber meine Durchwahlnummer.¬†” Frau Hartwig ich komme gerade von meinem Arzt. Der gab mir ihre Telefonnummer. Ich brauch Kopien aus ihrem Buch.” Nachdem dieses Ansinnen kein Einzelfall ist, fragte ich nach: ” So so, hat er ihnen auch gesagt aus welchem Buch? Denn zu dem Thema habe ich einige geschrieben” Die Antwort kam spontan. “Ja das √ľber die¬†Krankenkassen.” Schade, die Anruferin konnte mein Fragezeichen auf dem Gesicht nicht sehen.
” Ich habe kein Buch NUR √ľber Krankenkassen geschrieben. Hat er¬†Ihnen den Titel und den Grund gesagt?” Kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung. Nein, sie konnte mir nur die Seitenzahlen, die ich kopieren sollte sagen, die sie vom Arzt bekam. Die Begr√ľndung: Es geht um sein Budget. Er kann im Dezember kein Rezept mehr ausstellen. In ihrem Fall w√ľrde, laut ihrem Arzt, sowieso eine individuelle Gesundheitsleistung (IGEL genannt) viel besser helfen. Nur die w√ľrde von der Kasse nicht bezahlt. Und in den besagten Seiten w√ľrde stehen, weshalb er aufgrund seinem Budget kein Kassenrezept mehr ausstellen kann. Daran erkannte ich, sie meint das Buch “Geldmaschine Kassenpatient!” Mit gro√üer Verwunderung stellte ich einmal mehr an mir Geduld fest. Ein Merkmal, dass normalerweise nicht mein zweiter Vorname ist. Vielleicht war ich auch nur, wie sagt man, baff √ľber dieses Ansinnen. Wie gesagt, das keinen Einzelfall darstellt! Der H√∂hepunkt war dann die Forderung, die Seiten SCHNELL zu kopieren und ihr per Post zu schicken. Kostenlos versteht sich, denn wenn das kopieren und versenden was kosten w√ľrde, k√∂nnte sie ja auch das Buch kaufen! Ich denke ein Kommentar dazu ist √ľberfl√ľssig!
√úbrigens habe ich den Arzt (der mir pers√∂nlich bekannt ist) angerufen, wollte wissen ob die Idee mit den Kopien echt von ihm stammt? Ja, ist so! Keine Bange kommt noch dicker: Auf meine Frage, weshalb er denn keine Kopien macht und sie an seine Patienten weiter gibt, wenn ihm diese Information in meinen B√ľchern wichtig ist, kam echt die Antwort des Jahres:
“Wer finanziert mir die Kopien und das Personal, die kopieren? ” Mein Hinweis, er h√§tte das Buch ihr ja ausleihen k√∂nnen, damit sie im Zusammenhang das Problem nachlesen kann, ging unter in seiner aufgestauten Wut, √ľber Kassenpatienten, bei denen er laufend drauf zahlen w√ľrde.
Obskure Alltagssituationen scheint es mehr zu geben als wir ahnen.¬†Als ich dieses Vorkommnisse auf meine Facebookseite stellte, bekam ich jede Menge Mails, wie ich mich gegen√ľber solchen Personen zu verhalten h√§tte. Einer bot mir¬†sogar ein Telefon – Seminar an, im Umgang mit schwierigen Kunden. Unabh√§ngig davon, die Dame war keine Kundin,¬†nur sind mir dabei viele, v√∂llig schr√§ge Situationen, die ich selbst erlebte, in den Sinn gekommen. Nur brauche ich im Umgang damit kein Seminar, jedoch gute Nerven und tats√§chlich ab und zu ne Menge Humor um es √ľberhaupt zu verkraften! Ich √ľberlege gerade, ob ich nicht¬†2017 ab und zu, diese Vorkommnisse √∂ffentlich machen soll?¬†So als Ausgleich ein wenig¬†Staunen,manchmal sogar mit G√§nsehaut, √ľber Situationen, die ich¬†mit dem Thema im realen Alltag an meinem Schreibtisch erlebe!! Aufgrund der Vielzahl, w√§re eine Kabarettsendung ebenso durchaus denkbar! Mal sehen, dieses Jahr hat ja noch 12 Monate!
Renate Hartwig

 
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Wer hat den Bergdoktor auf dem Gewissen

Die Nachfahren von Albert Schweitzer gibt es heute nur noch im deutschen Fernsehprogramm. Arztserien wie ¬ęDer Bergdoktor¬Ľ, ¬ęIn aller Freundschaft¬Ľ und ¬ęFamilie Dr. Kleist¬Ľ erzielen regelm√§√üig gute Einschaltquoten. Die Serien zeigen uns die perfekten √Ąrzte. Sie haben offene Ohren f√ľr ihre Patienten und Mitarbeiter, und wenn es irgendwo Probleme gibt, springen sie sofort ins Auto und rasen los. Das sind nat√ľrlich Fantasien von Drehbuchautoren. Doch irgendwie m√ľssen sie die Sehnsucht in uns nach einer heilen Welt anheizen, denn sonst w√ľrden wir nicht so oft einschalten. Wenn man nach solchen √Ąrzten in der Realit√§t sucht, st√∂√üt man auf keinen Albert Schweitzer. Er war ein Arzt, f√ľr den es wichtig war, Menchen zu helfen. Nun ist aber Albert Schweitzer lange tot, und die echten Abbilder des Bergdoktors st√ľrzen gerade vom Felsen ab, auf den wir sie gehoben haben.Eigentlich genie√üen √Ąrzte seit Jahrzehnten in unserer Gesellschaft ein sehr hohes Ansehen. Ein ¬ęHerr Doktor¬Ľ zu sein,das ist mal was! Wer Menschen heilt, muss ein Menschenfreund und an sich ein guter Mensch sein. Diese Erwartungen waren sicherlich oft √ľbertrieben,und vielleicht gerade weil sie zu hoch waren,sp√ľrt man jetzt die Entt√§uschung um so st√§rker.Denn dieser solide Image-Felsen br√∂ckelt. Immer √∂fter stehen √Ąrzte √∂ffentlich als gierig da. Die √Ąrzte sind an solchen Bildern nicht unschuldig. Seit Jahren diskutiere ich mit ihnen √ľber unser System. Solidarit√§t hat die Masse der √Ąrzte in diesen Jahren aber herzlich wenig interessiert.

Vor kurzem habe ich mit einem Arzt gesprochen,der zu mir sagte: ¬ęDas Solidarystem brauchen wir nicht. Es ist ungerecht.¬Ľ ¬ęWie?¬Ľ, habe ich ihn gefragt. ¬ęUngerecht f√ľr wen? F√ľr euch √Ąrzte?¬Ľ Da hat er unumwunden Ja gesagt: ¬ęIm Solidarsystem bekommen wir nicht, was wir verdienen.¬Ľ So ging es all die Jahre in meinen unz√§hligen Gespr√§chen mit √Ąrzten immer nur um einen Punkt: ihre Honorare. Aber das Image br√∂ckelt nicht nur bei mir. Auch die √Ėffentlichkeit wird skeptisch. In den vergangenen Jahren haben die √Ąrzte f√ľr h√∂here Honorare demonstriert. Viele Patienten rieben sich ungl√§ubig die Augen, als die √Ąrzte anfingen, sich √ľber zu wenig Geld zu beklagen. Denn der ¬ęHerr Doktor¬Ľ, so glauben viele, verdient eher gut als schlecht. Das ist Teil des Bildes, das wir von ihm haben. Auf eine Frage m√∂chte ich mich aber nicht einlassen: Verdienen √Ąrzte genug? Diese Neid-Debatte bringt uns nicht weiter. Aber interessant ist es schon deshalb, weil sie entlarvt, dass das Marktdenken auch l√§ngst bei uns Patienten angekommen ist. Wir sind Schn√§ppchenj√§ger geworden, die gerne in einem Discount-Gesundheitssystem beim besten Angebot zuschlagen. Teure √Ąrzte sind da schon Luxusg√ľter, und wehe, sie kosten zu viel! √úber die √Ąrzte-und Patientenmentalit√§t habe ich so manches Kapitel in meinen B√ľchern zum Thema Gesundheitssystem geschrieben,siehe direkt zum buch sondern anhand von Fakten und Hintergrundinfos versucht klar zu machen, weshalb es so ist! Renate Hartwig

 
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