Erfahrungen aus einem √ľbervollen Fass!

Ganz bewusst m√∂chte ich, die gemachten Erfahrungen von Carmen¬†Weiland,¬†als Information weiter geben,¬†und danke ihr gleichzeitig f√ľr Ihre Beschreibung. Und ich sage¬†Ihnen/Euch auch gleich, weshalb ich es so wichtig finde. Ich kann den ganzen Schmarren von wegen, alles was wir als Patienten erleben sind Einzelf√§lle, schlicht weg nicht mehr h√∂ren! Nein sind sie eben nicht! Bereits 2010 habe ich mit diesen F√§llen sowie den Folgen auf den¬†immer gr√∂√üer werdenden Druck auf das Klinikpersonal, ein ganzes Buch gef√ľllt. (Krank in Deutschland) Alles Einzelf√§lle, die in der Summe zeigen, wohin dieses v√∂llig fehl geleitete Gesundheitssystem geht.¬†Menschliche K√§lte, Egoismus, nehmen zu und¬†beweisen unser aller Resignation.¬†Und bei der Gelegenheit¬†m√∂chte ich in eigener Sache sagen: In diesem Monat werden es 10 Jahre, dass ich in dieses v√∂llig absurde Gesundheitssystem, geradezu gestolpert bin. Und genau deshalb werde ich den Januar nutzen und aus meinem Herzen keine M√∂rdergrube machen, schlicht, weil ich nicht bereit bin, auch noch eine einzige Kr√∂te¬†zu schlucken! Der Sack meiner Erfahrungen ist √ľbervoll und diejenigen, die¬†heute¬†im Jahr 2017 jaulen, vonwegen zu wenig Honorare und Achtung¬†wir haben zu wenig √Ąrzte,¬†da wird es Zeit dem Personenkreis¬†den Spiegel hinzuhalten,¬†die beteiligt sind an diesem Dillema!¬† Dazu eignet sich dieses Jahr ganz besonders! Renate Hartwig

Carmen Weiland hat mir ihren Erfahrungsbericht zur Ver√∂ffentlichung auf meinem Blog zur Verf√ľgung gestellt:

Der Donnerstag des Entsetzens oder meine Stunden in der Notaufnahme!Ich kann nicht mehr sagen, welches Gef√ľhl bei mir √ľberwogen hat! Es war jedenfalls alles dabei! Wut, Sprachlosigkeit, Unverst√§ndnis,eine unendliche Traurigkeit, Entt√§uschung und noch so viel mehr.Aber von Anfang an: Meiner Tante ging es am Vormittag pl√∂tzlich so schlecht, dass sie immer wieder drohte das Bewusstsein zu verlieren oder es sogar kurzfristig verlor. Eine Ansprechbarkeit war teilweise nicht m√∂glich. Hinzu kam immer st√§rker werdendes Erbrechen! Mein Onkel war mit der Situation √ľberfordert und rief einen Rettungswagen! Die beiden Rettungsassistenten waren laut Aussage meines Onkels sehr freundlich und reagierten ruhig und besonnen, hatten auch beruhigende Worte f√ľr meinen aufgeregten und nat√ľrlich sehr besorgten Onkel! Vielen Dank daf√ľr an die beider Damen vom Rettungsdienst!

Soweit so gut! Meine Tante wurde in ein Krankenhaus gebracht. Mein Onkel hat mich informiert! Ich versuchte ihn zu beruhigen, packte eine Tasche f√ľr meine Tante und fuhr mit ihm ins Krankenhaus, wo wir in die Notaufnahme geschickt wurden.Es war sehr voll dort! Verst√§ndlich! Notf√§lle werden vorrangig behandelt! Ist v√∂llig klar! Wie die Notf√§lle deklariert wurden? V√∂llig unklar! Aber,die werden das schon wissen!

Wie schroff man dort mit besorgten und ver√§ngstigten Angeh√∂rigen umgegangen ist? Ich konnte es nicht fassen!!Wie man dort mit einem alkoholisierten Mann umging, der wohl √∂fter mal dort war und auch lauter wurde! Es h√§tte nur noch ein “Bei Fu√ü” gefehlt!

Ist es wirklich notwendig, ihn durch das Wartezimmer, vorbei an den ängstlichen und besorgten Patienten und wartenden Angehörigen, hinaus zu komplementieren, im Befehlston?Vertrauen und Sicherheit hat das nicht vermittelt. Ruft man einer älteren Frau durch das Wartezimmer die Frage zu:

Auf eine Skala von 1-10, wie stark sind ihre Schmerzen? Und lacht man, wenn die Dame sagt 9?????

Mein Blutdruck stieg! Zur√ľck zu uns:

Als unerw√ľnschter, nerviger und st√∂render Angeh√∂riger erlaubte ich mir dennoch die Klingel zu dr√ľcken und auf eine Schwester zu warten! Weiterhin habe mich erdreistet, mich nach dem¬†Befinden meiner Tante zu erkundigen! Wie geht es ihr? War schon ein Arzt da? Wei√ü man schon genaueres? Mit einem schroffen¬†Nein und Angeh√∂rige haben dort drinnen nichts zu suchen und m√ľssten drau√üen warten wurde ich abgefertigt.

Dann war ich ganz frech und habe darum gebeten, dass man uns doch bitte informiert, wenn man etwas weiß oder sie auf die Station kommt.

Und “Zack” habe ich mich wohl richtig unbeliebt gemacht! Um das hier jetzt nicht in Roman L√§nge ausarten zu lassen, fasse ich mich jetzt kurz!¬†Wir sa√üen dort √ľber Stunden, ohne auch nur eine einzige Information zu bekommen! Und ich habe dreimal nachgefragt!!!!!!!!!!! Mein Onkel, mittlerweile extrem nerv√∂s und besorgt, ist dann um kurz nach 20:00 Uhr nochmal dort rein gegangen und hat gefragt, was denn nun mit seiner Frau sei! Ich stand vor der Glast√ľr, konnte aber sehr wohl die Antwort h√∂ren!

Ihre Frau liegt schon seit guten zwei Stunden auf der Station, da m√ľssen sie sich schon dort erkundigen!!!!!!! Wir waren fassungslos! Und w√§re ich ein Vulkan gewesen, w√§re ich sp√§testens da ausgebrochen!Ich habe innerlich gekocht, versuchte aber ruhig zu bleiben! Wollte auch meinem Onkel nicht noch mehr zumuten.

Auf der Station sagt man uns, dass meine Tante nur weint und denkt, dass wir nicht ins Krankenhaus gekommen wären und sie dort allein gelassen hätten.
Ich habe echt alle Kraft aufbringen m√ľssen, um die Ruhe zu bewahren. Wer mich kennt, wei√ü wie schwer mir das gefallen ist.Durch eine einfache Kommunikation bzw. Information, h√§tte man Angeh√∂rigen als auch den Patienten einige Sorgen nehmen k√∂nnen!Wieso war/ist das nicht m√∂glich?????Ich bin zutiefst entsetzt und unendlich traurig √ľber diesen unw√ľrdigen Umgang! Ich fand das erschreckend!

Zum Hygienebericht in der WZ m√∂chte ich sagen, dass ich drei Halterungen f√ľr Desinfektionsl√∂sungen entdeckt habe,¬†die komplett leer waren! Soviel dazu!

Ich weiß nicht, ob es mir jetzt besser geht, wo ich es losgeworden bin! Aber es musste sein.Und nein, ich weiß definitiv, dass wir kein EINZELFALL sind!

Wenn ich mit meinen Patienten so umgegangen wäre, wäre ich hochkantig raus geflogen! Und eine Information durch einen Arzt habe wir bis heute nicht!

Carmen Weiland

 
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Wahljahr 2017 eingeläutet!

Nun hat er uns wieder, der Herr Alltag. Es hat sich zwar die Jahreszahl ge√§ndert, dumme hirnlose Aussagen, die zur Schlagzeile werden, bleiben uns erhalten. Mir scheint, es ist nur ein Auftakt, was wir alles in diesem Wahljahr, aus den verschiedensten Politikkreisen serviert bekommen. In diesem¬†Fall wird von der Gr√ľnen Bundestagsabgeordneten Elisabeth Scharfenberg, √ľber deren¬† Vorschlag,¬†Sex per Krankenschein, eine schr√§ge Diskussion vom Zaun gebrochen.¬†Mal sehen, in welche Talkrunde es aufgegriffen wird!

Nur √§ndert es auf keinen Fall, die¬†tats√§chlichen Probleme unserer kranken, alten und pflegebed√ľrftigen Mitmenschen! Im Gegenteil, sie werden dabei zum Opfer von Witzen aus den untersten Schubladen. √úber die gravierenden Systemfehler im Gesundheitswesen, den daraus resultierenden Folgen, habe ich von dieser ‚ÄúVolksvertreterin‚ÄĚ noch nie etwas geh√∂rt. Um so schlimmer, denn immerhin ist es die pflegepolitische Sprecherin der GR√úNEN, Elisabeth Scharfenberg!¬†Mag sein, dass dieses Thema¬†¬†Sex auch¬†f√ľr Pflegebed√ľrftige¬†wichtig ist. Nur eine Forderung aufzustellen, dies √ľber Rezept, sprich Kasse¬†¬†oder √ľber die Kommunen¬†abzurechnen, zeigt wie weit weg diese Person von den echten Problemen im Gesundheitswesen ist. Nicht nur, dass sie sich nicht durch L√∂sungsvorschl√§ge hervorgetan hat, meine Blitzumfrage in den verschiedenen Internetforen, in denen¬†unser Gesundheitssystem diskutiert wird, ¬†hat ergeben, niemand kennt sie! Wo ist die Stimme dieser Abgeordneten, gegen√ľber den Kassen und deren Sparattacken, den seltsamen Rechenmodellen, den L√ľgen und Willk√ľrma√ünahmen? Nichts da schweigt sie sich aus, ich bin √ľberzeugt, die hat keinen Schimmer, was es hei√üt als kranker, behinderter Mensch diesem System und der Macht der Kassen ausgeliefert zu sein!

Und dann kommt sie als¬†Bundestagsabgeordnete, sicher privat versichert, und macht ein Fass der GKV auf, um sich in die √Ėffentlichkeit zu spielen. Nur wer das Thema ernsthaft angeht, wird sehr schnell erkennen: Mehr Pflegekr√§fte und eine gute Bezahlung f√ľr die Behandlung, ich meine damit bezahlte Zeit f√ľr den Personenkreis, ohne den ein kranker, alter und behinderter Mensch gar nicht leben kann, w√§re der erste Schritt. Nur eine populistische Aussage raus zu hauen, um Aufmerksamkeit zu erhaschen, beweist nur eins: Die Dame ist in ihrer Funktion als pflegepolitische Sprecherin unhaltbar! Ich werde √∂ffentlich ihren R√ľcktritt in dieser Funktion fordern, da sie mit ihrem absurden Ansinnen, diesen Personenkreis, dem sie Sex auf Krankenschein verordnen m√∂chte,¬†dem Gesp√∂tt und der L√§cherlichkeit aussetzt, f√ľr mich auch deren Pers√∂nlichkeitsrecht angreift!

Starten wir in den Alltag 2017, der uns garantiert in Atem h√§lt. In keiner Zeit haben Politiker so gut geputzte Ohren, gute Augen, als in einem Wahljahr! Lassen wir es nicht einfach so dahin rennen, dieses Jahr,¬†f√ľllen wir es mit Fakten und Forderungen, als informierte B√ľrgerpatienten/Innen!

Renate Hartwig

Hier ein Link zum Thema:

http://www.heute.de/gruene-fordern-sex-auf-krankenschein-fuer-pflegebeduerftige-und-schwerkranke-46278084.html

Renate Hartwig

 
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Skurriles zum Jahresbeginn!

Es gibt Situationen, in denen dieses Gef√ľhl, im falschen Film zu sein, √ľberm√§chtig wird.¬†Bei mir¬†gibt es t√§glich mehrere davon. Deshalb hier¬†zum Jahresbeginn, eine vorab:
Der Anruf kam √ľber meine Durchwahlnummer.¬†” Frau Hartwig ich komme gerade von meinem Arzt. Der gab mir ihre Telefonnummer. Ich brauch Kopien aus ihrem Buch.” Nachdem dieses Ansinnen kein Einzelfall ist, fragte ich nach: ” So so, hat er ihnen auch gesagt aus welchem Buch? Denn zu dem Thema habe ich einige geschrieben” Die Antwort kam spontan. “Ja das √ľber die¬†Krankenkassen.” Schade, die Anruferin konnte mein Fragezeichen auf dem Gesicht nicht sehen.
” Ich habe kein Buch NUR √ľber Krankenkassen geschrieben. Hat er¬†Ihnen den Titel und den Grund gesagt?” Kurzes Schweigen am anderen Ende der Leitung. Nein, sie konnte mir nur die Seitenzahlen, die ich kopieren sollte sagen, die sie vom Arzt bekam. Die Begr√ľndung: Es geht um sein Budget. Er kann im Dezember kein Rezept mehr ausstellen. In ihrem Fall w√ľrde, laut ihrem Arzt, sowieso eine individuelle Gesundheitsleistung (IGEL genannt) viel besser helfen. Nur die w√ľrde von der Kasse nicht bezahlt. Und in den besagten Seiten w√ľrde stehen, weshalb er aufgrund seinem Budget kein Kassenrezept mehr ausstellen kann. Daran erkannte ich, sie meint das Buch “Geldmaschine Kassenpatient!” Mit gro√üer Verwunderung stellte ich einmal mehr an mir Geduld fest. Ein Merkmal, dass normalerweise nicht mein zweiter Vorname ist. Vielleicht war ich auch nur, wie sagt man, baff √ľber dieses Ansinnen. Wie gesagt, das keinen Einzelfall darstellt! Der H√∂hepunkt war dann die Forderung, die Seiten SCHNELL zu kopieren und ihr per Post zu schicken. Kostenlos versteht sich, denn wenn das kopieren und versenden was kosten w√ľrde, k√∂nnte sie ja auch das Buch kaufen! Ich denke ein Kommentar dazu ist √ľberfl√ľssig!
√úbrigens habe ich den Arzt (der mir pers√∂nlich bekannt ist) angerufen, wollte wissen ob die Idee mit den Kopien echt von ihm stammt? Ja, ist so! Keine Bange kommt noch dicker: Auf meine Frage, weshalb er denn keine Kopien macht und sie an seine Patienten weiter gibt, wenn ihm diese Information in meinen B√ľchern wichtig ist, kam echt die Antwort des Jahres:
“Wer finanziert mir die Kopien und das Personal, die kopieren? ” Mein Hinweis, er h√§tte das Buch ihr ja ausleihen k√∂nnen, damit sie im Zusammenhang das Problem nachlesen kann, ging unter in seiner aufgestauten Wut, √ľber Kassenpatienten, bei denen er laufend drauf zahlen w√ľrde.
Obskure Alltagssituationen scheint es mehr zu geben als wir ahnen.¬†Als ich dieses Vorkommnisse auf meine Facebookseite stellte, bekam ich jede Menge Mails, wie ich mich gegen√ľber solchen Personen zu verhalten h√§tte. Einer bot mir¬†sogar ein Telefon – Seminar an, im Umgang mit schwierigen Kunden. Unabh√§ngig davon, die Dame war keine Kundin,¬†nur sind mir dabei viele, v√∂llig schr√§ge Situationen, die ich selbst erlebte, in den Sinn gekommen. Nur brauche ich im Umgang damit kein Seminar, jedoch gute Nerven und tats√§chlich ab und zu ne Menge Humor um es √ľberhaupt zu verkraften! Ich √ľberlege gerade, ob ich nicht¬†2017 ab und zu, diese Vorkommnisse √∂ffentlich machen soll?¬†So als Ausgleich ein wenig¬†Staunen,manchmal sogar mit G√§nsehaut, √ľber Situationen, die ich¬†mit dem Thema im realen Alltag an meinem Schreibtisch erlebe!! Aufgrund der Vielzahl, w√§re eine Kabarettsendung ebenso durchaus denkbar! Mal sehen, dieses Jahr hat ja noch 12 Monate!
Renate Hartwig

 
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Wer hat den Bergdoktor auf dem Gewissen

Die Nachfahren von Albert Schweitzer gibt es heute nur noch im deutschen Fernsehprogramm. Arztserien wie ¬ęDer Bergdoktor¬Ľ, ¬ęIn aller Freundschaft¬Ľ und ¬ęFamilie Dr. Kleist¬Ľ erzielen regelm√§√üig gute Einschaltquoten. Die Serien zeigen uns die perfekten √Ąrzte. Sie haben offene Ohren f√ľr ihre Patienten und Mitarbeiter, und wenn es irgendwo Probleme gibt, springen sie sofort ins Auto und rasen los. Das sind nat√ľrlich Fantasien von Drehbuchautoren. Doch irgendwie m√ľssen sie die Sehnsucht in uns nach einer heilen Welt anheizen, denn sonst w√ľrden wir nicht so oft einschalten. Wenn man nach solchen √Ąrzten in der Realit√§t sucht, st√∂√üt man auf keinen Albert Schweitzer. Er war ein Arzt, f√ľr den es wichtig war, Menchen zu helfen. Nun ist aber Albert Schweitzer lange tot, und die echten Abbilder des Bergdoktors st√ľrzen gerade vom Felsen ab, auf den wir sie gehoben haben.Eigentlich genie√üen √Ąrzte seit Jahrzehnten in unserer Gesellschaft ein sehr hohes Ansehen. Ein ¬ęHerr Doktor¬Ľ zu sein,das ist mal was! Wer Menschen heilt, muss ein Menschenfreund und an sich ein guter Mensch sein. Diese Erwartungen waren sicherlich oft √ľbertrieben,und vielleicht gerade weil sie zu hoch waren,sp√ľrt man jetzt die Entt√§uschung um so st√§rker.Denn dieser solide Image-Felsen br√∂ckelt. Immer √∂fter stehen √Ąrzte √∂ffentlich als gierig da. Die √Ąrzte sind an solchen Bildern nicht unschuldig. Seit Jahren diskutiere ich mit ihnen √ľber unser System. Solidarit√§t hat die Masse der √Ąrzte in diesen Jahren aber herzlich wenig interessiert.

Vor kurzem habe ich mit einem Arzt gesprochen,der zu mir sagte: ¬ęDas Solidarystem brauchen wir nicht. Es ist ungerecht.¬Ľ ¬ęWie?¬Ľ, habe ich ihn gefragt. ¬ęUngerecht f√ľr wen? F√ľr euch √Ąrzte?¬Ľ Da hat er unumwunden Ja gesagt: ¬ęIm Solidarsystem bekommen wir nicht, was wir verdienen.¬Ľ So ging es all die Jahre in meinen unz√§hligen Gespr√§chen mit √Ąrzten immer nur um einen Punkt: ihre Honorare. Aber das Image br√∂ckelt nicht nur bei mir. Auch die √Ėffentlichkeit wird skeptisch. In den vergangenen Jahren haben die √Ąrzte f√ľr h√∂here Honorare demonstriert. Viele Patienten rieben sich ungl√§ubig die Augen, als die √Ąrzte anfingen, sich √ľber zu wenig Geld zu beklagen. Denn der ¬ęHerr Doktor¬Ľ, so glauben viele, verdient eher gut als schlecht. Das ist Teil des Bildes, das wir von ihm haben. Auf eine Frage m√∂chte ich mich aber nicht einlassen: Verdienen √Ąrzte genug? Diese Neid-Debatte bringt uns nicht weiter. Aber interessant ist es schon deshalb, weil sie entlarvt, dass das Marktdenken auch l√§ngst bei uns Patienten angekommen ist. Wir sind Schn√§ppchenj√§ger geworden, die gerne in einem Discount-Gesundheitssystem beim besten Angebot zuschlagen. Teure √Ąrzte sind da schon Luxusg√ľter, und wehe, sie kosten zu viel! √úber die √Ąrzte-und Patientenmentalit√§t habe ich so manches Kapitel in meinen B√ľchern zum Thema Gesundheitssystem geschrieben,siehe direkt zum buch sondern anhand von Fakten und Hintergrundinfos versucht klar zu machen, weshalb es so ist! Renate Hartwig

 
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Von wegen “zu teuer” – Sparen ist unerw√ľnscht!

Wen wundert aufgrund jahrelanger Diskussionen in Sachen Preisgestaltung der Pharmaindustrie folgender Fall, der an das von Rumpelstilzchen erinnert, in dem Stroh zu Gold gesponnen wurde. Die Fakten stammen von einem Nervenarzt, der sehr aktiv in unserer B√ľrgerbewegung mitmacht. Um was geht es? Einmal mehr um die Macht der Pharmaindustrie und deren Einfluss.

Fumars√§ure wird in Pulverform in der Lebensmittelindustrie verwendet. In den vergangenen Jahren merkte man, dass diese S√§ure, genauso wie ihr Derivat Dimethylfumarat, das schon l√§nger auf dem Markt ist, auch bei Schuppenflechte helfen k√∂nnte. Und dass dieser Wirkstoff sogar als Arznei f√ľr Patienten einsetzbar w√§re, die unter Multipler Sklerose leiden.

In Bochum lief eine gro√üe Studie dazu. Der Nervenarzt hatte zusammen mit einer Apothekerin √ľberlegt, wie diese Fumars√§ure f√ľr seine Patienten zu Tabletten gepresst werden k√∂nnen. Da das Pulver einfach zu erhalten ist, lagen die Kosten f√ľr die Tabletten am Tag bei etwa drei Euro. Weil er ein sehr gr√ľndlicher Arzt ist, schrieb er vor zwei Jahren verschiedene Krankenkassen an und beantragte f√ľr ein halbes Dutzend seiner MS-Patienten die Kosten√ľbernahme f√ľr Fumars√§ure zu ca. 3,80 Euro pro Tag.

Er bekam durchweg die Antwort, dass die Kasse das nicht √ľbernehme! Wie im Brief des ¬ęKundenservice¬Ľ der Audi BKK einsilbig zu lesen steht: ¬ęDer begutachtende Sozialmediziner ist zur Empfehlung gekommen, dass [‚Ķ] die Voraussetzungen f√ľr die Kosten√ľbernahme einer Rezeptur mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat im vorliegenden Fall nicht erf√ľllt sind.

Mich informierte ein Arzt aus der Oberpfalz. Ein neues Medikament war mittlerweile f√ľr MS-Patienten auf den deutschen Markt gekommen. Name: ¬ęTecfidera¬Ľ, Tagestherapiekosten: um die 77,54 Euro! Der Wirkstoff: Fumars√§ure.

Der Hersteller hat noch ein weiteres Fumars√§ure – Produkt im Angebot. Wenn man denselben Wirkstoff f√ľr die Behandlung von Schuppenflechte kauft, dann liegen f√ľr das Mittel ¬ęFumaderm¬Ľ die Tagestherapiekosten nur noch bei 12,48 Euro. Und wenn‚Äôs die Apotheke selber herstellt, dann kostet die Therapie am Tag knapp √ľber drei Euro.

Es stinkt zum Himmel! Zur√ľck zu der ewigen Kassenlitanei ‚ÄěEs wird alles teurer‚Äú die von den sogenannten Gesundheitsexperten in der Politik, brav und ungepr√ľft nachgeplappert werden. Hier m√ľssen wir uns fragen: Warum werden diese teuren Medikamente dann √ľberhaupt zugelassen? Zum Beispiel vom Gemeinsamen Bundesausschuss, der die Richtlinien f√ľr den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung f√ľr mehr als 70 Millionen Versicherte bestimmt und damit festlegt, welche Leistungen von der gesetzlichen Krankenversicherung erstattet werden!!?? ¬†RH

 
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TK Chef lanciert alten Wein in neuen Schläuchen!

Es herbstet und im Bl√§tterwald rauscht es. Die Aussage der¬†¬†Chefs der Techniker Krankenkass, Jens Baas,¬†Krankenkassen w√ľrden ihre Patienten systematisch kr√§nker erscheinen lassen, mit dem Ziel an mehr Geld zu kommen, wird zur Schlagzeile. Das Fazit des Kassenbosses, selbst Arzt, ohne diese Manipulation k√∂nnte der Beitrag in den gesetzlichen Kassen niedriger sein!¬†Gut gebr√ľllt L√∂we und nun? Laut Baas schummeln die gesetzlichen Krankenkassen im gro√üen Stil bei den Abrechnungen. Ich frage mich, was ist in der Sache neu? OK, es¬†ist ein Kassen Boss, der dies sagt und in einem Gespr√§ch mit der ‚ÄěFrankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung‚Äú einr√§umt: ‚ÄěEs ist ein Wettbewerb zwischen den Kassen dar√ľber entstanden, wer es schafft, die √Ąrzte dazu zu bringen, f√ľr die Patienten m√∂glichst viele Diagnosen zu dokumentieren.‚Äú OK stimmt, diese Praxis kann ich best√§tigen und das habe ich bereits im Jahr 2009/2010/2014 in allen Facetten, mehrfach publiziert. Ja, genau dieses codieren von Krankheiten, ist eine M√∂glichkeit den Kassen mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich zukommen zu lassen!¬†So und wer bittesch√∂n k√ľmmert sich nun darum, diesen Betrug aufzukl√§ren? Denn laut TK¬†Chef schummeln die Kassen im gro√üen Stil bei der Abrechnung von Leistungen. Er geht noch weiter: “Die Kassen bezahlen zum Beispiel Pr√§mien von zehn Euro je Fall f√ľr √Ąrzte, wenn sie den Patienten auf dem Papier kr√§nker machen.‚Äú Es gebe sogar Vertr√§ge mit √Ąrztevereinigungen, die mehr und schwerwiegendere Diagnosen zum Ziel h√§tten. Die Kassen lie√üen sich zudem in dieser Richtung von Unternehmensberatern beraten, erl√§uterte Baas.

Schauen wir einmal auf den¬†Hintergrund: Seit 2009 gibt es in Deutschland den Gesundheitsfonds.¬†Entstanden durch einen¬†Deal¬†zwischen Ulla Schmid (damals Gesundheitsministerin!!) und Angela Merkel (schon damals Kanzlerin!!) Die eine wollte die B√ľrgerversicherung, die andere eine Kopfpauschale. Raus kam der v√∂llig unsinnige, katastrophale, Geld versenkende Gesundheitsfonds! Und?¬†Jetzt im Jahr 2016 wird im Wahlkampf¬†zur Bundestagswahl 2017, eine Neuauflage zu dieser Diskussion – B√ľrgervesicherung, Kopfpauschale usw.kommen!¬†Die Finanzierung der Krankenkassen wurde¬†2009¬†komplett¬†renoviert. Kassen mit √§lteren und kr√§nkeren Mitgliedern¬†bekommen seitdem mehr Geld.¬†Lukrativ¬†sind also die Patienten,¬† die eine Krankheit haben, die vom Gesundheitsfonds gut bezahlt¬†wird.Die niedergelassenen¬†¬†√Ąrzte m√ľssen dazu Diagnosen codieren.Das hat nichts mit den Ziffern der Abrechnung f√ľr die¬†¬†Kassen√§rztliche Vereinigung zu tun. Der Hausarzt √ľbermittelt codierte Diagnosen, nach deren Schweregrad sich richtet, wieviel Geld die Krankenkasse f√ľr diesen Patienten aus dem Gesundheitsfonds¬†bekommt. Auch die Diagnose ¬ęDiabetes¬Ľ allein¬†ist noch nicht sonderlich¬†lukrativ. Das wird sie, wenn ein¬†¬†Diabetes mellitus zum Beispiel mit unterschiedlichen Komplikationen¬† codiert wird. ¬ęIn die Tiefe kodieren¬Ľ wird das in Insiderkreisen genannt.

Nach dem Prinzip¬†¬†”¬†Eine Hand w√§scht die andere, selbst¬†¬†wenn sie dreckig ist¬†” erlebte ich bereits 2009, wie mit einer Selbstverst√§ndlichkeit¬†in √Ąrztekreisen “sehr wohlwollend” codiert worden ist. Nicht nur ein¬†¬†Arzt berichtete mir, dass genau an solchen M√∂glichkeiten wie Codieren oder √ľber Programme wie das Disease-Management-Programm (DMP) von¬†¬†√Ąrzteseite Druck auf die Kassen ausge√ľbt, aber auch Dankbarkeit gegen√ľber den Kassen gezeigt¬†werden kann.¬†Ein gegenseitiges¬†Geben und Nehmen ist im Gange.

Beim DMP geht es um Behandlungsprogramme f√ľr chronisch¬†Kranke, die auch Chronikerprogramme genannt werden.Es geht um die organisierte Steuerung von chronisch¬†¬†kranken Patienten und kommt aus den USA. Wichtig dabei¬†ist: Es geht auch hier haupts√§chlich um den Geldfluss. Die¬†Kassen bekommen f√ľr jeden DMP-eingeschriebenen Patienten¬†ein sattes Mehr aus dem Gesundheitsfond.¬†¬†√Ąrzte k√∂nnen¬†eine Einschreibepauschale von 25 Euro und eine Folgedokumentpauschale¬†von 15 Euro pro Quartal abrechnen. Da gibt¬†es¬†¬†√Ąrzte, die sagten mir, sie machten in ihrer Praxis DMP,weil Kleinvieh auch Mist mache. Andere dagegen lie√üen die¬†Finger davon, da die Honorierung f√ľr den Zeitaufwand der¬†geforderten Dokumentation sowie f√ľr die Extrabehandlung¬†viel zu gering sei.

Und schon wird ein neues Fass aufgemacht, auf dem steht:¬†Priorit√§t hat der Geldfluss! Patienten bekommen nach der Diagnose,¬†ein Chroniker zu sein, von ihren Kassen Briefe, sich unbedingt¬†in das DMP-Programm einschreiben zu lassen. Es sei¬†wichtig wegen ihrer chronischen Erkrankung, und die Kasse¬†wolle sie doch bestens begleitet wissen. Wirklich? Fehlt da¬†nicht noch ein Satz? Lieber Patient, du bist f√ľr mich, deine¬†Krankenkasse, ein Ventil am gro√üen Geldtopf Gesundheitsfonds.¬†Um so kr√§nker du auf dem Papier bist, um so lieber bist du mir Patient!¬†Also bitte schnellstens einschreiben, damit sich dieses¬†Ventil¬†¬†√∂ffnet. Und nun steht er da, der chronisch Erkrankte¬†mit seinem Diabetes, seiner koronaren Herzkrankheit, seinem¬†Asthma, seiner obstruktiven Lungenerkrankung, als Spielball¬†zwischen dem Arzt und der Kasse. Der Druck von¬†√Ąrzteseite¬†entsteht gegen√ľber den Kassen, wenn¬†¬†√Ąrzte sich weigern, beim¬†DMP mitzumachen und Chroniker einzuschreiben. Erlebt¬†habe ich, wie¬†√Ąrztefunktion√§re vor Honorarverhandlungen zu¬†solchen kollektiven Verweigerungsma√ünahmen, √ľbrigens erfolgreich,geraten haben.

Am 5. Dezember 2008 wurde vom verhandelnden Vorstand¬†des BH√ĄV (Bayerischer Haus√§rzteverband) ein Rundbrief an¬†die¬†√Ąrzte verfasst, wonach sie sich der Situation angepasst verhalten¬†sollten. Hier ein Auszug aus dem Schreiben:¬†”Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie uns berichtet wird,schw√§rmen gerade Mitarbeiter der AOK aus, um Ihnen in¬†Ihrer Praxis Nachhilfeunterricht im Codieren der Diagnosen¬†zu geben. Was steckt dahinter? Die Verteilung der Gelder aus¬†dem Gesundheitsfonds an die Kassen erfolgt ab 01.01.2009¬†¬†morbidit√§tsgewichtet. Das hei√üt, je genauer Sie die Diagnosen¬† angeben, desto mehr Fond-Gelder flie√üen an die AOK. Es ist¬†z. B. ein gro√üer Unterschied, ob Sie nur die Diagnose¬†¬†”Diabetes”¬†¬†oder ob Sie die Diagnose¬†¬†”Diabetes mit Retinopathie”¬†codieren.

Seit Juni dieses Jahres werden wir von der AOK mit¬†einer Ausschreibung zu einem Hausarztvertrag nach altem¬†Recht hingehalten. [‚Ķ] Denken Sie daran, den bisherigen¬†AOK-Vertrag mussten wir uns auch erk√§mpfen. Verweisen¬†Sie die AOK-Mitarbeiter aus Ihren Praxen. [‚Ķ] Wir werden¬†die AOK erst dann unterst√ľtzen, wenn ein Hausarztvertrag¬†nach ¬ß 73b neu mit uns unterzeichnet ist. [‚Ķ] Eine Zusammenarbeit¬†mit der AOK wird es erst nach Abschluss eines¬†Hausarztvertrages geben. [‚Ķ]¬Ľ

Bereits Tage sp√§ter, am 17.12.2008 ging per Fax vom Vorstand¬†des BH√ĄV ein vierseitiges Schreiben, adressiert an alle Haus√§rztinnen und Haus√§rzte, in dem dieselbe AOK als Retter der¬† Haus√§rzteschaft bejubelt wurde. Auszug:

¬ęLiebe Kolleginnen und Kollegen, die AOK Bayern sichert das¬†√úberleben der Hausarzt-Praxen! Die AOK hat mit uns folgenden¬†Vertrag geschlossen: Quartal 1/2009 [‚Ķ] wir k√∂nnen Ihnen nur empfehlen, alle bisher noch nicht eingeschriebenen¬†AOK-Patienten noch im Quartal 1/2009 einzuschreiben. Als¬†Gegenleistung f√ľr das Entgegenkommen der AOK bitten wir Sie nochmals, eine entsprechende Codierung bei den AOK-Patienten¬†vorzunehmen. Nur eine AOK, die entsprechende Zuweisungen¬†√ľber den Risikostrukturausgleich erh√§lt, kann¬†diesen Vertrag auf Dauer bedienen. Wir werden diesen Vertrag¬†den Ersatzkassen und den Betriebskrankenkassen mit der¬†Bitte um Unterschrift zuleiten. Sollten sich diese verweigern,¬†sehen wir keine M√∂glichkeit mehr, deren Versicherte auf¬†Dauer ‚Äď au√üer im Notfall ‚Äď zu behandeln. [‚Ķ]¬Ľ

Der Brief endet mit W√ľnschen zum bevorstehenden Fest und¬†einem guten Rutsch in das neue Jahr.¬†So gesehen, kann das¬†¬†Codiersystem im Gegenzug ein Dank¬†vonseiten der¬†¬†√Ąrzteschaft f√ľr gute Honorierung sein. Nat√ľrlich¬†verlassen sich Kassen nicht darauf und haken teilweise sehr intensiv¬†in den Praxen nach. Nicht vergessen, egal, was ich hier¬†aufz√§hle, es geht immer darum, den Geldfluss am Laufen zu¬†halten. Der kranke Patient ist das Produkt, ohne den es¬† (dummerweise) nicht funktioniert.¬†¬†So kann ein Diabetiker mit einem Kratzer am Fu√ü zur geldbringenden Diagnose ¬ęDiabetes mellitus mit Diabetikerfu√ü¬Ľ¬†werden.¬†Also, was ist neu an der Aussage des TK Chefs? Seit 2009 wei√ü ich, es wird codiert und¬†DMP eingeschrieben, dass die Fuge kracht!¬†¬†Es wurde auch laut dar√ľber gesprochen, dass es ohne das offene¬†Ventil im Gesundheitsfond in Richtung Kasse keinen anhaltenden¬†Geldfluss auf die¬†¬†√Ąrztekonten gebe. So gesehen,sind Kassen und¬†¬†√Ąrzte¬†¬†in dem Fall Codieren¬†zwei Angler, die beide denken, sie h√§tten einen dicken Fisch an der Angel! F√ľr mich ein eindeutiger,gef√§hrlicher Systemfehler, begleitet von einer hohen kriminellen¬†Energie!¬†Wetten auch diese, vom TK Chef gezielt lancierten¬†Schlagzeilen werden untergehen. Warum? Weil¬†√Ąrzte und Kassen systembedingt eine Symbiose darstellen, niemand bereit ist, an die tats√§chlichen Ursachen¬†im zementierten SGB¬†V (Sozialgesetzbuch 5) zu gehen.¬†Und¬†zu viele von uns Kassenpatienten sich mit dem Satz “kann man ja doch nichts machen” zufrieden geben!!!¬†RH

 
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Laut nachgedacht

Wer kennt es nicht, dieses Gef√ľhl, am liebsten alles hinzuschmei√üen zu wollen? So geht es mir, bei der sehr genauen Analyse unseres Gesundheitssystems und dem offiziellen Umgang damit.¬† Nur k√∂nnen wir als Kassenpatient alles hinschmeissen? Unsere Zwangsmitgliedschaft zwingt uns in das System, ohne¬†das wir gefragt werden. Ohne¬†das wir Einflu√ü nehmen k√∂nnen. Es¬† sieht aus, wie der ber√ľhmte Kampf gegen Windm√ľhlen.¬† Es ist ein Hamsterrad, in das sich jeder begibt, der in die Tiefen dieses Systems blickt! Es dreht und dreht sich unaufh√∂rlich. Der Blick auf der Suche nach dem Ausgang kostet Energie. Selbstschutz w√§re angebracht, f√ľr alle die an einer Ver√§nderung arbeiten. Der wie eine Mantra propagierte Satz ” da kann man ja doch nichts machen” ist nur bedingt richtig. Es liegt an der jeweiligen Brille, durch die der Blick auf dieses System f√§llt. Es liegt an der generellen inneren Haltung Menschen gegen√ľber. Keine Frage, es liegt auch an der jeweiligen Erfahrung, mit dem System und den darin arbeitenden Personen. Und klar, es menschelt √ľberall, auch hier in diesem Gesundheitssystem. Politiker nennen es als eines der Besten der Welt. Vergessen dabei zu erw√§hnen, wer alles mit welcher Kraftanstrengung, die wichtige S√§ule
Gesundheitswesen tr√§gt, wer es finanziert und wer alles¬†den Systemfehlern ausgesetzt ist. W√ľrden die im Hamsterrad befindlichen zusammenstehen, ich bin √ľberzeugt, die Mantra k√∂nnte umbenannt werden in: Schaut her und es geht doch, etwas zu bewegen! Nach wie vor bin ich √ľberzeugt: Wenn sich viele einmischen anstatt nur zu meckern, kommt Bewegung in dieses starre, ungerechte, b√ľrokratisch aufgeblasene Gesundheitssystem! RH

 
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Lächeln angesagt!

Meine Zahn OP ist gut verlaufen. Geradezu Bravisimo. Dazu kommt, ich habe diesmal auf eine Vollnarkose verzichtet. Mich selbst √ľberwunden. Ich habe Euch ja zugesagt, meine Erfahrungen mitzuteilen. Also was soll ich sagen: Es war echt spannend. Alles eingetroffen, wie vom Zahnarzt meines Vertrauens vorausgesagt. Ich sp√ľrte nicht nur nichts, sondern selbst das Einspritzen der √∂rtlichen Bet√§ubung war schmerzlos. Unter uns, bei Profis ist das eben so! Was ich, au√üer meiner positiven Erfahrungen und einem topp gesunden Biss, den ich in K√ľrze voll ausleben darf, als absolute Bereicherung empfinde: Meine Zahnarztphobie hat sich komplett aufgel√∂st. Und genau da fangen sie eben an, die sogenannten Unterschiede. Denn um einen Angstpatienten in diese Situation zu bringen, bedarf es Zeit, gutes Einf√ľhlungsverm√∂gen und Geduld. Das alles habe ich erlebt. Zu professionellem K√∂nnen geh√∂rt auch ein professionelles Team. Und weil ich das in dieser Praxis gefunden habe, sind die 100 km Entfernung f√ľr mich und meinen Mann ein Klacks! Bevor jetzt negative Einw√§nde kommen: Ja klar, ich wei√ü, nicht nur den Faktor Zeit haben die Schreibtischt√§ter in den Krankenkassen schlicht wegrationalisiert. Um es klar auszusprechen, die Kassen zahlen sie nicht‚Ķdie notwendige Zeit f√ľr ein Gespr√§ch, Zeit zum Hinh√∂ren, Zeit die jeder Arzt braucht zur tats√§chlichen Wahrnehmung des Menschen der vor ihm ist. Zeit, die ben√∂tigt wird damit Heilung greift! √úbrigens, wird generell die notwendige Zeit den √Ąrzten nicht honoriert. Oh je, bevor wir das kritische Thema Kassenleistung usw. angehen, m√∂chte ich heute einfach erst einmal denjenigen Mut machen, die dieses komische Bauchgef√ľhl bekommen wenn es um einen Zahnarzttermin geht. Gesunde Z√§hne, gesunde Kieferknochen, gesunder Biss, strahlendes Lachen sind nicht nur der Lohn, sondern die Basis f√ľr mehr Lebensqualit√§t und Lebensfreude. RH

 
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Gruß aus dem OP

Gruß aus dem OP alles ok Zahnärzte und das Team sind der Hammer drum gibt es auch kein Gejammer RH

 
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Schräges Halali zum Wahlkampfauftakt

Am 4.8.2016 haben die SPD Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Ulm und G√∂ppingen Mattheis und Baehrens in einem SWP Artikel von Martin Hofmann, sich f√ľr die parit√§tische Finanzierung der Krankenversorgung ins Zeug gelegt! Es ist wieder soweit, es riecht nach Wahlkampf. Ein Jahr vor der n√§chsten Bundestagswahl hei√üt es antreten, sich zeigen, genehme Aussagen f√ľr das Wahlvolk machen! Die SPD Damen legen sich in’s Zeug von wegen steigender Zusatzbeitr√§ge der Krankenkassen! Nur sind sie leider einmal mehr auf einem Auge blind! Ich frage mich, wo war denn Frau Mattheis, immerhin gesundheitspolitische Stimme der SPD Fraktion in der jetzigen Regierung, als Gesundheitsminister Gr√∂he CDU, den gesetzlichen Krankenkassen das Zepter der Macht √ľber die Zusatzbeitr√§ge aush√§ndigte!!?? Wo bleibt die Frage gegen√ľber den Krankenkassen, in welchen Kan√§len innerhalb von Monaten in jeder der 123 Krankenkassen Millionen an √úbersch√ľssen versickern? Selbst das Bundesgesundheitsministerium spricht bereits im September 2015 von insgesamt 15,3 Milliarden R√ľcklagen der Kassen aufgrund der √úbersch√ľsse!! Wenn die Damen lediglich die L√∂sung in der parit√§tischen Finanzierung sehen, in dem der Arbeitgeberanteil wieder steigt, ist das schlicht zu kurz gesprungen! Eine der Beruhigungspillen, die wir nun die n√§chsten 12 Monate bis zur Bundestagswahl 2017 medial verabreicht bekommen. Die √∂ffentliche Diskussion muss an die Ursachen der Probleme f√ľhren. Und die liegen in den Systemfehlern, die genau von solchen Leuten abgenickt werden, die nun damit Wahlkampf machen.
Seit Jahren fordere ich: Die Macht der Kassen muss gekippt werden! Die sogenannte “Selbstverwaltung” und deren Selbstbedienung muss √∂ffentlich entlarvt werden. Transparenz muss gegen√ľber den Kassenfunktion√§ren gefordert werden. Die selbstherrlichen, teilweise willk√ľrlichen Entscheidungen der Kassen gegen√ľber Pflicht – und freiwilligen Kassenversicherten, m√ľsste l√§ngst zur Kl√§rung, ganz oben auf der politischen Priorit√§tenliste stehen!
Aber nein, da bl√§st man mit einem v√∂llig schr√§gen Halali zur Jagd auf W√§hlerstimmen, um sich ja nicht mit dem tats√§chlichen Ursachen auseinandersetzen zu m√ľssen! RH

 
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